Neustadt-Eberswalde - Marktplatz
Beschreibung
Der Blick des Betrachters geht zur Südwestecke des Marktplatzes in Richtung Ratzeburgstraße. Über den Dächern der Häuser im Bild links erscheint die Laterne der Pfarrkirche St. Maria Magdalena. Seine Ersterwähnung fand der Platz mit der Grenzbriefurkunde von 1300; hierin wurde Eberswalde u.a. erlaubt, auf dem Markt Buden aufstellen und Abgaben von den Händlern einziehen zu dürfen. Später fanden hier mit Regelmäßigkeit Kram- und Wollmärkte statt. Auf seiner Nordostseite erhob sich ein schlichtes Fachwerk-Rathaus mit Gerichtsbau. Letzterer wurde bereits 1754 abgerissen, gleiches geschah mit dem Rathaus 1825; seither ist dieser Platz unbebaut. Am linken Bildrand erscheint der 1717 errichtete Fachwerkbau der reformierten Kirche St. Johannis. Sie wurde für zugewanderte Refugiés errichtet und 1892 bei einem Umbau stark verändert. An jeder Ecke des Platzes stand ab 1729 je ein Brunnen mit Holzkasten, wobei die beiden an der Breiten Straße zusätzlich mit Adlern und Delphinen geschmückt wurden. Ein fünfter Brunnen, verziert mit einer vergoldeten Löwenfigur aus Holz, grenzte direkt ans Rathaus und verschwand mit demselben. Nach 1836 beseitigte man die hölzernen Brunnen an der Breiten Straße und stellte stattdessen den hier sichtbaren Löwenbrunnen auf. Das Modell des aus der königlichen Eisengießerei stammenden Löwen schuf Christian Daniel Rauch (1877-1857). [Thomas Sander] Beschriftung: m.o.: Neustadt-Eberswalde.; m.u.: Marktplatz.; u.l.: N. d. Natur gez. u. lith. v. Rob. Geissler.; u.r.: Verlag v. Adolf Lemme.
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Dieses Objekt im Museum
Die ehemalige Adler-Apotheke ist das älteste Fachwerkhaus der Stadt und eines der bedeutendsten Baudenkmale im Land Brandenburg. Sie beherbergt die städtischen Einrichtungen Kulturamt, Tourist-Information und Museum. In den drei Geschossen des Haupthauses sowie in dem über den Innenhof zu erreichendem Nordflügel werden Dauer- und Sonderausstellungen zur Haus-, Stadt- und Regionalgeschichte präsentiert. Unterschiedliche öffentliche und museumspädagogische Veranstaltungen ergänzen das Angebot des Museums. Unter anderem wird in der Dauerausstellung eine Reproduktion des Eberswalder Goldschatzes, des größten Fundes von Gold aus der Bronzezeit in Europa, gezeigt sowie Eberswalder Ideen, Erfindungen und Persönlichkeiten vorgestellt. Das Museum ist ganzjährig geöffnet, barrierefrei besuchbar und zeigt die Geschichte der Stadt Eberswalde, ihren Aufstieg zu Wiege der preußischen Industrie und Forstgeschichte. Dabei nutzt das Museum seine seit 1905 geführte Sammlung mit mehr als 25.000 Objekten, die seit 2023 erstmals sach- und fachgerecht in einem Depot lagert. Rund 1.300 Objekte sind in der Dauerausstellung zu sehen. Ein Besuch des Museums lohnt sich für Jung und Alt.

