Vergoldeter Deckelpokal mit dem Profilbildnis Friedrich Wilhelms I.

Lindner, Daniel (2019) CC BY-NC-SA
Lindner, Daniel (2019) CC BY-NC-SA
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Beschreibung

Spitzkelch mit zugehörigem Deckel aus farblosem Glas, der Fuß mit Facettenkranz und die bündig aus dem massiven Schaft aufsteigende Kuppa mit gestuften, im oberen Schaftteil in hochgeschliffene Zungen übergehende Rundbogenfacetten miteinander verbunden. Auf der Kuppawandung in Tiefschnitt unter Königskrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis König Friedrich Wilhelm I. von Preußen. Zu beiden Seiten weitere Adler und eine reiche Staffage von Kriegstrophäen. Sowohl am Mündungs- als auch am Deckelrand ein feiner Linsenschliff. Die Schulter des Deckels mit einem vertieften Rundbogenfries dekoriert, der massive Knauf als Pinienzapfen gestaltet mit einem seltenen Astwerk in Tiefschnitt. Die gesamte Oberfläche des Deckelpokals in akzentuiert mit Gold staffiert. Mehrere andere repräsentativen Deckelpokalen ähnlicher Machart mit nahezu identischem Dekor sind überliefert. Der formale Vergleich spricht für eine Verortung nach Potsdam um 1735 (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Bernt, Altes Glas, 1950, Kat. 74 mit identischem Knauf; Baumgärtner, Gläser, 1977, Kat. 229, S. 111 und Kat. 230 für einen Pokal mit dem Wappen von Hessen-Kassel und identischer Knaufgestaltung; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 16; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 146, S. 280; Sotheby`s, London, 23.11.1999, The Dettmers Collection, Los 77. S. 49; Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Sechs Sammler stellen aus, 1961, Kat. 127, S. 144; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10383). Das Glas wurde 1965 angekauft. Verena Wasmuth

ObjektartPokal
MaßeHauptmaß: Höhe: 31.50 cm Durchmesser: 21.60 cm Durchmesser: 10.30 cm
MaterialGlas, farblos, geschliffen, geschnitten, vergoldet
InventarnummerXIII 738
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:52
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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft bei Potsdam errichten. Der Gartengestalter Peter Joseph Lenné fasste im 19. Jahrhundert mehrere dieser Schloss- und Gartenensembles zu einer Kulturlandschaft zusammen, die 1990 in die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde. Die 1995 gegründete Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) pflegt diesen Reichtum brandenburgisch-preußischer Geschichte, betreut die Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen und macht sie auf vielfältige Weise der Öffentlichkeit zugänglich. Die SPSG ist ein Zusammenschluss der nach 1945 getrennten Schlösserverwaltungen in Potsdam und West-Berlin und knüpft an die bereits 1927 im Zuge der Vermögensauseinandersetzung mit dem Haus Hohenzollern gegründete preußische Schlösserverwaltung an. Derzeit verwaltet die SPSG über 150 historische Bauwerke sowie rund 800 Hektar Gartenanlagen. Über 30 Häuser aus fünf Jahrhunderten mit ihren hochkarätigen Kunstsammlungen sind der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich. Dazu gehören in Potsdam u.a. das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, das Neue Palais und Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci sowie das Marmorpalais und Schloss Cecilienhof im Potsdamer Neuen Garten. In Berlin betreut die SPSG Schloss und Garten Charlottenburg, Jagdschloss Glienicke, Schloss Schönhausen und die Pfaueninsel. Hinzu kommen die märkischen Schlösser Rheinsberg, Königs Wusterhausen, Caputh und Paretz sowie das Schlossmuseum Oranienburg.

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