Vorschuss-Verein 1869: "Blick auf die Alte Forstakademie mit Umgebung"
Beschreibung
Auch dieses Tafelbild ist eine Kopie nach einer älteren Vorlage, nämlich der 1868 von der Graphik „Forst-Akademie“ aus dem Adolf-Lemme-Verlag in Göttingen. Dabei wurde teilweise sogar die Staffage, wie etwa der in der Straßenmitte mit seinem Hund spazierengehende Mann übernommen. Dennoch muss hier wie bei vielen anderen Tafelbildern konstatiert werden, dass sie zwar in ihrer naiven Buntheit durchaus reizvoll sind, aber kaum das künstlerische Niveau ihrer Vorbilder erreichen. Weder Fluchtlinien noch Proportionen sind auch nur annähernd exakt wiedergegeben. Dazu kommt, dass aus Gründen mangelnder Fertigkeit des Malers auch Details, wie etwa die Putzbänderung des Sockelgeschosses der Forstakademie, fortgelassen oder nur vereinfacht dargestellt werden. Dennoch und nicht zuletzt, weil so manches Vorbild für diese Ölmalereien nicht mehr bekannt oder schon lange verschollen ist, sind und bleiben die Tafelbilder in ihrer Gesamtheit ein herausragendes Zeugnis für die Entwicklung der Stadt Eberswalde. [Thomas Sander] Beschriftung: o.l.: 1919; m.u.: Vorschuss-Verein. 1869.
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Dieses Objekt im Museum
Die ehemalige Adler-Apotheke ist das älteste Fachwerkhaus der Stadt und eines der bedeutendsten Baudenkmale im Land Brandenburg. Sie beherbergt die städtischen Einrichtungen Kulturamt, Tourist-Information und Museum. In den drei Geschossen des Haupthauses sowie in dem über den Innenhof zu erreichendem Nordflügel werden Dauer- und Sonderausstellungen zur Haus-, Stadt- und Regionalgeschichte präsentiert. Unterschiedliche öffentliche und museumspädagogische Veranstaltungen ergänzen das Angebot des Museums. Unter anderem wird in der Dauerausstellung eine Reproduktion des Eberswalder Goldschatzes, des größten Fundes von Gold aus der Bronzezeit in Europa, gezeigt sowie Eberswalder Ideen, Erfindungen und Persönlichkeiten vorgestellt. Das Museum ist ganzjährig geöffnet, barrierefrei besuchbar und zeigt die Geschichte der Stadt Eberswalde, ihren Aufstieg zu Wiege der preußischen Industrie und Forstgeschichte. Dabei nutzt das Museum seine seit 1905 geführte Sammlung mit mehr als 25.000 Objekten, die seit 2023 erstmals sach- und fachgerecht in einem Depot lagert. Rund 1.300 Objekte sind in der Dauerausstellung zu sehen. Ein Besuch des Museums lohnt sich für Jung und Alt.

