Vorschuss-Verein 1904: "Weidendammpromenade"
Beschreibung
Die Weidendammpromenade war schon zweimal Gegenstand eines Holztafelbildes, nämlich 1874 und 1886 (vgl. Inv.-Nr. 0001252 und 0001226); dies allein schon unterstreicht deren Bedeutung für die Stadt. Angelegt wurde der Weidendamm südlich der Schwärze im Jahr 1751 auf Initiative Friedrichs II. In seiner Order vom 19. September 1750 heißt es: „Der Oberteich (der Schwärze) ist nach der Stadtseite zu auf 3 Fuß (1 Fuß = 31,3848 cm) zu erhöhen, damit mehr Wasser gehalten werden könne. Unten soll dieser Teich mit Weiden besetzet und oben auf dem Damm ein Rick (Zaun) gezogen werden, damit daselbst niemand fahre und den Dann (sic!) ruinieren könne.“ (Schmidt 1931, S. 58) Die Weiden waren wie der Zaun keine Verschönerungsmaßnahme, sondern dienten vor allem der Dammsicherung. 1871 kaufte die Stadt das Gelände für 1.300 Taler und wandelte es mit Hilfe des örtlichen Verschönerungsvereins um zu einer parkähnlichen Promenade mit gepflegten Rasenflächen, Ziergehölzen und einem Springbrunnen. Derselbe, hier abgebildet, befand sich am westlichen Ende der Promenade auf Höhe der Weinbergstraße, Ecke Brunnenstraße. 1887 erfolgte die Aufstellung des noch heute vorhandenen Kriegerdenkmals. In den 1930er Jahren, zu DDR-Zeiten und nach der Wende von 1991 bis 2000 umgestaltet bzw. saniert, zeigt sich die vergrößerte Grünanlage derzeit in einem guten Zustand. [Thomas Sander] Beschriftung: m.o.: 1904.; m.u.: Eberswalder Credit-Bank.
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Dieses Objekt im Museum
Die ehemalige Adler-Apotheke ist das älteste Fachwerkhaus der Stadt und eines der bedeutendsten Baudenkmale im Land Brandenburg. Sie beherbergt die städtischen Einrichtungen Kulturamt, Tourist-Information und Museum. In den drei Geschossen des Haupthauses sowie in dem über den Innenhof zu erreichendem Nordflügel werden Dauer- und Sonderausstellungen zur Haus-, Stadt- und Regionalgeschichte präsentiert. Unterschiedliche öffentliche und museumspädagogische Veranstaltungen ergänzen das Angebot des Museums. Unter anderem wird in der Dauerausstellung eine Reproduktion des Eberswalder Goldschatzes, des größten Fundes von Gold aus der Bronzezeit in Europa, gezeigt sowie Eberswalder Ideen, Erfindungen und Persönlichkeiten vorgestellt. Das Museum ist ganzjährig geöffnet, barrierefrei besuchbar und zeigt die Geschichte der Stadt Eberswalde, ihren Aufstieg zu Wiege der preußischen Industrie und Forstgeschichte. Dabei nutzt das Museum seine seit 1905 geführte Sammlung mit mehr als 25.000 Objekten, die seit 2023 erstmals sach- und fachgerecht in einem Depot lagert. Rund 1.300 Objekte sind in der Dauerausstellung zu sehen. Ein Besuch des Museums lohnt sich für Jung und Alt.

