Vorschuss-Verein 1875: "Kreuzung Stein-, Ecke Breite Straße"

Kienzle & Oberhammer CC BY-NC-ND

Beschreibung

Trotz der mitunter recht vereinfachenden Darstellungsweise auf dem Gros der Tafelbilder, enthalten diese immer wieder für Zeithistoriker und Denkmalpfleger wertvolle Informationen über die Entwicklung Eberswaldes. Auf diesem Tafelbild steht der Betrachter in der Steinstraße und blickt nach Osten in Richtung Töpferstraße. Ins Auge fällt vor allem das zweigeschossige und mit einem Krüppelwalmdach gedeckte Haus, vor dem eine Pferdedroschke hält. Das Gebäude ist gekennzeichnet als „Pommersches Haus“; über der Tür desselben steht die Bezeichnung „Hôtel“ in französischer Schreibweise. Das Gasthaus, das seinen Namen dem nördlich benachbarten Pommern verdankte, stammte wohl im Kern aus dem 18. Jahrhundert und wurde um 1900 komplett umgebaut. Vermutlich unter Verwendung älterer Grundmauern entstand an dieser Stelle ein dreistöckiger Bau mit einer unruhigen Fassade aus ziegelsichtigen und verputzten Partien und einem hohen Giebel zur Breiten Straße. Im Erdgeschoss belichteten große Segmentbogenfenster die dahintergelegene Gaststätte „Pommersches Haus“. 1945 ist das Haus samt dem Quartier zwischen Kreuz-, Breiter, Bollwerk- und Töpferstraße komplett zerstört worden. Heute wird die Fläche von der 1996 eröffneten Rathauspassage komplett eingenommen. Der auf dem Bild sichtbare Abschnitt der Steinstraße zieht sich nun als glasgedeckter Teil der Passage bis zur Töpferstraße. [Thomas Sander] Beschriftung: o.l.: 1912/13.; m.u.: Vorschuss-Verein 1875.

ObjektartBild
MaßeHöhe: 29,5, Breite: 41, Tiefe: 1,5 cm
MaterialÖl auf Holz
InventarnummerV 593K1/20
Stand der Infomationen2026-01-09 02:38:36
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Die ehemalige Adler-Apotheke ist das älteste Fachwerkhaus der Stadt und eines der bedeutendsten Baudenkmale im Land Brandenburg. Sie beherbergt die städtischen Einrichtungen Kulturamt, Tourist-Information und Museum. In den drei Geschossen des Haupthauses sowie in dem über den Innenhof zu erreichendem Nordflügel werden Dauer- und Sonderausstellungen zur Haus-, Stadt- und Regionalgeschichte präsentiert. Unterschiedliche öffentliche und museumspädagogische Veranstaltungen ergänzen das Angebot des Museums. Unter anderem wird in der Dauerausstellung eine Reproduktion des Eberswalder Goldschatzes, des größten Fundes von Gold aus der Bronzezeit in Europa, gezeigt sowie Eberswalder Ideen, Erfindungen und Persönlichkeiten vorgestellt. Das Museum ist ganzjährig geöffnet, barrierefrei besuchbar und zeigt die Geschichte der Stadt Eberswalde, ihren Aufstieg zu Wiege der preußischen Industrie und Forstgeschichte. Dabei nutzt das Museum seine seit 1905 geführte Sammlung mit mehr als 25.000 Objekten, die seit 2023 erstmals sach- und fachgerecht in einem Depot lagert. Rund 1.300 Objekte sind in der Dauerausstellung zu sehen. Ein Besuch des Museums lohnt sich für Jung und Alt.

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