Vorderseite CC BY-NC-SA
Rückseite CC BY-NC-SA

Beschreibung

Wer in der DDR einen PKW erwerben wollte, musste Geduld haben. Durchschnittlich 17 Jahre musste seit den 1970er Jahren auf ein Fahrzeug gewartet werden, da die Produktionskapazität ständig hinter dem Bedarf zurücklag. Die Bestellung unmittelbar nach dem 18. Geburtstag gehörte für viele junge Menschen zum wichtigsten bürokratischen Akt der Volljährigkeit. Durch zusätzliche Bestellung von Verwandten ohne Kaufabsichten ließ sich die Wartezeit mitunter verkürzen. Die bei der Bestellung geäußerte Ausstattungs- und Farbwunsch waren unverbindlich, so dass man nehmen musste, was bei der Abholung verfügbar war. Die vorliegende Bestätigung fertigte der VEB IFA-Vertrieb Berlin aus. Der Eisenhüttenstädter Antragsteller musste sein PKW in der zuständigen Filiale bestellen. Für Eisenhüttenstadt war dies Berlin. Rückseitig sind die Regeln der PKW-Bestellung aufgelistet.

ObjektartFormular
Maße14,8 cm x 10,4 cm
MaterialPapier
Inventarnummero. Inv.
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:52
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Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR

Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR Die Gegenstände des Alltags verschwinden, je weniger bedeutsam sie erscheinen und je beiläufiger sie gebraucht werden. Den Alltagsobjekten aus der DDR hat sich das Museum Utopie und Alltag am Standort Eisenhüttenstadt verschrieben. Dort sammelt es seit 1993 - zunächst unter dem Namen Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR - Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Dokumente, Plakate und anderes mehr. Die von über 2000 Schenkern gestifteten Objekte der Sammlung bilden so etwas wie ein Sachinventar der DDR-Gesellschaft, das in wechselnden Ausstellung themenzentriert gezeigt und in der Dauerausstellung in den Kontext von Politik und Gesellschaft gestellt wird. Damit die Dinge kein Sammelsurium bilden, wird auf die Kontextualisierung durch Interviews und wissenschaftliche Erschließung der Sammlungen Wert gelegt. Die hier dokumentierten Objekte aus dem Bestand des Hauses zeigen Beispiele von Gebrauchsgegenständen, die in meist großer Verbreitung im Alltag anzutreffen waren.

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