Beschreibung
Viele DDR-Bürger*innen waren Mitglied in der Konsumgenossenschaft und zahlten Mitgliedsbeiträge. Dafür konnten sie in den Konsumgeschäften einkaufen gehen. Um eine Rückmeldung der Kundschaft zu bekommen, führte die Konsumfiliale in Storkow ein Kundenbuch. Das Ministerium für Handel und Versorgung hatte am 14.4.1954 eine Anordnung über die Führung von Kundenbüchern im Einzelhandel erlassen, die Geschäfte und Gaststätten verpflichtete, gut sichtbar ein Kundenbuch auszulegen und Reklamationen und Lob der Kundschaft entgegenzunehmen. Zeitnah sollten die Mitarbeiter*innen dann auf die Kritik der Kund*innen reagieren. Das vorliegende Kundenbuch aus dem Jahr 1964 moniert das Fehlen von heimatlichen Souvenirs, etwa Kerzen mit dem Stadtwappen von Storkow, die den Verwandten im Westen mitgebracht werden könnten. Daneben finden sich auch Anerkennungsbekundungen und Lob.
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Dieses Objekt im Museum
Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR Die Gegenstände des Alltags verschwinden, je weniger bedeutsam sie erscheinen und je beiläufiger sie gebraucht werden. Den Alltagsobjekten aus der DDR hat sich das Museum Utopie und Alltag am Standort Eisenhüttenstadt verschrieben. Dort sammelt es seit 1993 - zunächst unter dem Namen Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR - Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Dokumente, Plakate und anderes mehr. Die von über 2000 Schenkern gestifteten Objekte der Sammlung bilden so etwas wie ein Sachinventar der DDR-Gesellschaft, das in wechselnden Ausstellung themenzentriert gezeigt und in der Dauerausstellung in den Kontext von Politik und Gesellschaft gestellt wird. Damit die Dinge kein Sammelsurium bilden, wird auf die Kontextualisierung durch Interviews und wissenschaftliche Erschließung der Sammlungen Wert gelegt. Die hier dokumentierten Objekte aus dem Bestand des Hauses zeigen Beispiele von Gebrauchsgegenständen, die in meist großer Verbreitung im Alltag anzutreffen waren.














