Krankenhausneubau an der Burggrafenstraße
Beschreibung
Der zum Vorprojekt vom Februar 1913 gehörende Grundriss zeigt das für die Zeit um 1900 für Krankenhäuser typische Pavillonsystem. Dabei wurden Funktionsbereiche wie Betten- und Isolierstationen, Operationssäle, Küchen und Wäschereien, aber auch Büros und Personalwohnungen voneinander getrennt über ein parkähnliches Areal verteilt. Die Gebäude standen entweder frei oder waren – wie in diesem Fall – durch Laubengänge verbunden. Mittels gärtnerischer Anlagen sollte das Wohlbefinden von Patienten und Personal gefördert werden; zugleich hoffte man auch der raschen Ausbreitung von Infektionskrankheiten entgegenzuwirken. Der an der heutigen Gutenbergstraße geplante Krankenhaus-Komplex sollte aus vier Trakten um einen Binnenhof bestehen. Dieser läge heute etwa dort, wo sich westlich des Präventions- und Rehazentrums des Klinikums Ernst von Bergmann ein großer Parkplatz erstreckt. Mohr konnte den Entwurf nicht weiterbearbeiten, da er u.a. mit dem Projekt eines Rathausneubaus beauftragt wurde. [Thomas Sander] Blattangaben: o.l.: Projekt zum Krankenhaus-Neubau. / – zu Potsdam. –; u.m.: Erdgeschoss. M = 1:200.
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Dieses Objekt im Museum
Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

