Aufstockung des Zwischenbaus vom Regattahaus
Beschreibung
Dieses Blatt dürfte die Vorlage für das mit Bäumen, Uferkante und Staffagefiguren ergänzte Schaubild zu den für 1934 geplanten Erweiterungsbauten des Regattahauses sein (AT-2015-189). Ohne alle verdeckenden Zutaten lassen sich hier recht gut die geplanten Eingriffe, aber auch die seit der Fertigstellung 1925 vollzogenen Veränderungen beurteilen. Aus dem ins Hinterland gestreckten, eleganten Baukörper, dessen turmartig überhöhte und von Loggien umzogene Schmalseite signifikant das Ufer beherrscht, ist im Lauf der Jahre ein durch ständigen Umbau breitgelagerter, heterogener Komplex geworden. Der Erfolg der Gaststätte hat diesem von der zeitgenössischen Presse als „kleines Wunderwerk moderner Architektur“, ja sogar als „Feenpalast“ gefeierten Bau auf paradoxe Weise nicht gutgetan. Mohr wird sich dessen auch bei Fertigung des vorliegenden Blattes schmerzlich bewusst geworden sein. Der letztlich ausgeführte Aufbau zwischen Sommerhalle und Haupthaus hat diesen Umstand nur vertieft. [Thomas Sander] Blattangaben: u.l. im Bild: Aufstockung des Zwischenbaues; u.r. im Bild: Ausgeführt. / Mohr 13./10.33.
Details und verwandte Objekte
Einordnung
Schlagworte
Dieses Objekt im Museum
Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

