Rathaus-Wettbewerb Potsdam, Schaubild vom Rathaus-Komplex am Blücherplatz

Reinhold Mohr CC BY-NC-SA

Beschreibung

Seinen Beitrag zum Rathaus-Wettbewerb von 1913 nannte Reinhold Mohr „Alt und Neu“ und betonte damit, dass ihm dieser Gedanke besonders wichtig sei. Dies ließ sich am besten in den ohnehin von der Jury geforderten Schaubildern zeigen. Nebenher konnte Mohr auch seine Fähigkeiten in der stimmungsvollen Wiedergabe räumlicher Situationen unter Beweis stellen. Der Blick geht über den Blücherplatz nach Westen zur rückwärtigen Schmalseite des Rathauskomplexes, den Mohr mit einem polygonalen Standerker wie einen Bug betonte. Der uhrengeschmückte Erker erinnert entfernt an klassische Rathaustürme und wird von einem filigranen Pfeilerkranz bekrönt. Damit verdeckt er aber auch den bis dahin sichtbaren Turm des alten Rathauses (vgl. FS 17375). Nicht nur hier, sondern auch durch die massiven Abrisse historischer Bauten, erscheint bei aller Schönheit im Detail, die beabsichtigte Verbindung von „Alt und Neu“ lediglich als Behauptung – ein Problem, dass aber letztlich alle Wettbewerbsbeiträge betraf. [Thomas Sander] Blattangaben: o.l. auf dem Bild: Motto: / Alt u. Neu.; u.r.: Schaubild von Punkt B.; unter dem großen Bild zwei kleine aufgeklebte Skizzen: l.: Skizze vom Blücherplatz.; r.: Skizze aus der Scharrenstr.

ObjektartArchitekturzeichnung
Maße105 x 76 cm
MaterialKohle auf Karton
InventarnummerAT-2016-96
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:51
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Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte CC BY-NC-SA

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Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte

Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

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