Empfangsbestätigung für Altstoffe
Beschreibung
Bei der Abgabe von Flaschen, Altpapier oder Schrott wurde mit dem Geld auch eine Quittung ausgefändigt, die das abgegebene Leergut oder die Altstoffmenge dokumentiert. Für ein Kilogrann Zeitungen erhielt man 0,30 M, für Kunststoffe 1 M, für Alufolie sogar 1,80 M. Der VEB Kombinat Sekundär-Rohstofferfassung (SERO) betrieb die Annahme für Altstoffe in der DDR. Es bestand ein dichtes Netz an Ankaufstellen, die Flaschen, Gläser, Altpapier und Schrott aufkauften. Der rosafarbene Elefant Emmy war die Werbefigur von SERO. Mit dem Sammeln von Altstoffen besserten vor allem Schulkinder ihr Taschengeld auf. Auch in der Pionierorganisation war es üblich, in größeren Aktionen organisiert Altstoffe zu sammeln, um das Geld für Solidaritätsaktionen einzusetzen.
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Einordnung
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Dieses Objekt im Museum
Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR Die Gegenstände des Alltags verschwinden, je weniger bedeutsam sie erscheinen und je beiläufiger sie gebraucht werden. Den Alltagsobjekten aus der DDR hat sich das Museum Utopie und Alltag am Standort Eisenhüttenstadt verschrieben. Dort sammelt es seit 1993 - zunächst unter dem Namen Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR - Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Dokumente, Plakate und anderes mehr. Die von über 2000 Schenkern gestifteten Objekte der Sammlung bilden so etwas wie ein Sachinventar der DDR-Gesellschaft, das in wechselnden Ausstellung themenzentriert gezeigt und in der Dauerausstellung in den Kontext von Politik und Gesellschaft gestellt wird. Damit die Dinge kein Sammelsurium bilden, wird auf die Kontextualisierung durch Interviews und wissenschaftliche Erschließung der Sammlungen Wert gelegt. Die hier dokumentierten Objekte aus dem Bestand des Hauses zeigen Beispiele von Gebrauchsgegenständen, die in meist großer Verbreitung im Alltag anzutreffen waren.

