Armin Herrmann CC BY-NC-SA

Beschreibung

Das hellgelbe Campinggeschirr aus Meladur von Hans Merz umfasst zwei Tassen mit Untertassen, ein Milchkännchen mit zwei kleinen Ausgüssen und eine Schale bzw. Zuckerdose mit Deckel. All das kann transportsicher in der dazugehörigen Kanne verstaut werden, die per Bajonettverschluss fest zu verschließen ist. Alle Gefäße sind konisch geformt. Die Henkel der Tassen haben an der unteren Seite eine kleine Aussparung, um die Tassen passgenau ineinander stapeln zu können und somit Platz zu sparen. Im Jahr 1959 bekam das Geschirr die Auszeichnung „Hervorragende Formgebung“. In dem Katalog des Konsum-Versandhauses Karl-Marx-Stadt wird das Campinggeschirr in der Rubrik „Aus dem Zauberreich unserer Chemie-Industrie“ mit einem EVP von 7,50 MDN angeboten. Das Campinggeschirr wurde kurz nach der Chemiekonferenz im November 1958 entwickelt. Im Zuge ihres Chemieprogramms sollte die DDR zum Finalproduzenten von Konsumgütern aus sowjetischem Erdöl werden, um alle sozialistischen Länder mit entsprechenden Artikeln zu beliefern. Entwurfszentrum der Plastartikel wurde die Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle, Burg Giebichenstein, an der Hans Merz später auch lehrte.

ObjektartGeschirr
Maßeø / h: Tassen 8,5 cm / 5,5 cm; Milchkännchen 8,5 cm / 5,5 cm; Zuckerdose mit Deckel 10,5 cm / 5,5 cm; Kanne mit Deckel 13,5 cm / 12 cm
MaterialKunststoff (Meladur)
Inventarnummer94/95-DDR
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:51
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Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR CC BY-NC-SA

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Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR

Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR Die Gegenstände des Alltags verschwinden, je weniger bedeutsam sie erscheinen und je beiläufiger sie gebraucht werden. Den Alltagsobjekten aus der DDR hat sich das Museum Utopie und Alltag am Standort Eisenhüttenstadt verschrieben. Dort sammelt es seit 1993 - zunächst unter dem Namen Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR - Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Dokumente, Plakate und anderes mehr. Die von über 2000 Schenkern gestifteten Objekte der Sammlung bilden so etwas wie ein Sachinventar der DDR-Gesellschaft, das in wechselnden Ausstellung themenzentriert gezeigt und in der Dauerausstellung in den Kontext von Politik und Gesellschaft gestellt wird. Damit die Dinge kein Sammelsurium bilden, wird auf die Kontextualisierung durch Interviews und wissenschaftliche Erschließung der Sammlungen Wert gelegt. Die hier dokumentierten Objekte aus dem Bestand des Hauses zeigen Beispiele von Gebrauchsgegenständen, die in meist großer Verbreitung im Alltag anzutreffen waren.

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