Armin Herrmann CC BY-NC-SA
Armin Herrmann CC BY-NC-SA

Beschreibung

Der Schreibtisch gehört zu einer Serie "komplettierungsfähiger Einzelmöbel" (vgl. 4649/97-DDR und 2005/04-DDR). Er besteht aus einem schmalen, längsrechteckigen, hohlen Kasten auf vier konisch verlaufenden Tischbeinen. Der Hohlraum wird mit drei nebeneinander aufgereihten Schubfächern gefüllt, mit den markanten gebogenen Griffen der Möbelbauserie. Auf der Unterseite des Tisches befindet sich ein Aufkleber des Herstellers mit Angabe der Seriennummer, Garantiezeit, Material, Maßen sowie dem EVP von 218 MDN. Das Innere der Schubfächer, evtl. nicht die ursprünglich dazugehörigen, ist aus Bakelit. Die Ansichtsseiten sind mit einem Furnier aus Senesche bekleidet. Franz Ehrilchs Typenserie Modell 602 erschien 1957 auf der Leipziger Frühjahrsmesse und war die erste Serie komplettierungsfähiger Einzelmöbel in der DDR. Trotz der noch nicht abgeklungenen Formalismusdiskussion, während derer der sachlich-funktionale Stil verpönt wurde und stattdessen reich verzierte und schwere Einzelmöbel propagiert wurden, stieg die Nachfrage nach preisgünstigen, zeitgemäßen und in die kleinen Neubauwohnungen passenden Möbeln schnell an. Die Möbel des Modells 602 konnten einzeln erworben und additiv ergänzt und erweitert werden.

ObjektartSchreibtisch
MaßeLxBxH 158 cm x 60 cm x 75 cm
MaterialHolz, Kunststoff
Inventarnummer2004/04-DDR (bitte überprüfen)
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:51
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Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR CC BY-NC-SA

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Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR

Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR Die Gegenstände des Alltags verschwinden, je weniger bedeutsam sie erscheinen und je beiläufiger sie gebraucht werden. Den Alltagsobjekten aus der DDR hat sich das Museum Utopie und Alltag am Standort Eisenhüttenstadt verschrieben. Dort sammelt es seit 1993 - zunächst unter dem Namen Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR - Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Dokumente, Plakate und anderes mehr. Die von über 2000 Schenkern gestifteten Objekte der Sammlung bilden so etwas wie ein Sachinventar der DDR-Gesellschaft, das in wechselnden Ausstellung themenzentriert gezeigt und in der Dauerausstellung in den Kontext von Politik und Gesellschaft gestellt wird. Damit die Dinge kein Sammelsurium bilden, wird auf die Kontextualisierung durch Interviews und wissenschaftliche Erschließung der Sammlungen Wert gelegt. Die hier dokumentierten Objekte aus dem Bestand des Hauses zeigen Beispiele von Gebrauchsgegenständen, die in meist großer Verbreitung im Alltag anzutreffen waren.

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