Pfauder, Wolfgang (2019) CC BY-NC-SA

Beschreibung

Flasche aus dickwandigem, farblosem Glas, gekehlter Standfuß angesetzt, abgeflachte Gefäßwandung mit eingezogener Schulter und langem Hals. Den Ansatz der Wandung ziert umlaufend ein mattgeschnittener Rankenfries. Die Wandung ist mit dem bekrönten Wappen derer von Fleming in einfachem Mattschnitt dekoriert. Ein Familienzweig wurde 1700 in den Reichgrafenstand erhoben und führte bis 1777 das Wappen in dieser Form. Es ist quadriert, das erste und vierte Schild mit liegendem Marschallstab, das zweite und dritte mit einem Posthorn (Verweis auf das Amt des General-Erb-Postmeister-Amt), mit dem springenden Wolf im Herzschild. Heraldisch rechts flankiert wird das Wappen von einem Wilden Mann sowie links von einem Ritter, die auf einem durch geschliffene Parallellinien gebildeten Sockel stehen. Unterhalb der Mündung wiederholt sich der Rankenfries vom Ansatz, der Stöpsel fehlt. Die vergleichsweise einfache Qualität des Schnittes lässt sich keiner Glasschneiderwerkstatt namentlich zuordnen. Die Karaffe dürfte ins frühe 18. Jahrhundert datieren und sehr wahrscheinlich in einer brandenburgisch-preußischen Glashütte hergestellt worden sein. Sie trägt fortgeschrittene Merkmale der Glaskrankheit, ein charakteristisches Problem der Potsdamer Erzeugnisse. Das Glas war ehemals im Dohnaschen Schloss Schlobitten in Ostpreußen inventarisiert. Es wurde 1978 mit Mitteln der Deutschen Klassenlotterie aus der Sammlung Dohna angekauft. Verena Wasmuth

ObjektartKaraffe
MaßeHauptmaß: Höhe: 14.10 cm Breite: 7.30 cm Tiefe: 2.50 cm
MaterialGlas, farblos - Schraubverschluss: Silber, vergoldet
InventarnummerXIII 832
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:51
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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg CC BY-NC-SA

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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft bei Potsdam errichten. Der Gartengestalter Peter Joseph Lenné fasste im 19. Jahrhundert mehrere dieser Schloss- und Gartenensembles zu einer Kulturlandschaft zusammen, die 1990 in die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde. Die 1995 gegründete Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) pflegt diesen Reichtum brandenburgisch-preußischer Geschichte, betreut die Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen und macht sie auf vielfältige Weise der Öffentlichkeit zugänglich. Die SPSG ist ein Zusammenschluss der nach 1945 getrennten Schlösserverwaltungen in Potsdam und West-Berlin und knüpft an die bereits 1927 im Zuge der Vermögensauseinandersetzung mit dem Haus Hohenzollern gegründete preußische Schlösserverwaltung an. Derzeit verwaltet die SPSG über 150 historische Bauwerke sowie rund 800 Hektar Gartenanlagen. Über 30 Häuser aus fünf Jahrhunderten mit ihren hochkarätigen Kunstsammlungen sind der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich. Dazu gehören in Potsdam u.a. das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, das Neue Palais und Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci sowie das Marmorpalais und Schloss Cecilienhof im Potsdamer Neuen Garten. In Berlin betreut die SPSG Schloss und Garten Charlottenburg, Jagdschloss Glienicke, Schloss Schönhausen und die Pfaueninsel. Hinzu kommen die märkischen Schlösser Rheinsberg, Königs Wusterhausen, Caputh und Paretz sowie das Schlossmuseum Oranienburg.

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