Pokal mit Monogramm Friedrich Wilhelms I.
Beschreibung
Pokal aus farblosem Glas, leicht ansteigender, breiter Fuß mit mattiertem Spitzblattfries, einfacher Balusterschaft mit eingestochener Luftblase zwischen kräftigen Nodi. Der Spitzblattdekor wiederholt sich am Ansatz der becherförmigen Kuppa. Deren Wandung trägt das fein geschnittene, bekrönte und ligierte Monogramm "FWR" (Fridericus Wilhelmus Rex) für Friedrich Wilhelm I. zwischen Standarten mit dem preußischen Adler und weiteren Kriegsarmaturen. Der Mündungsrand ist mit einem polierten Kugelfries verziert. Die Schaftform dieses Glases wird auch als "Wadenschaft" bezeichnet (Jentsch, Licht und Rausch, 2004, S. 42f.). Das Monogram datiert den Pokal in die Regierungszeit des "Soldatenkönigs" Friedrich Wilhelms. I. (1713–1740), als sich Motive militärischen Inhalts mehrten, und dürfte in der Potsdamer Glashütte entstanden sein. Dieses Exemplar stammt aus der Sammlung Dohna, gehörte zum ehemaligen Inventar von Schloss Dohna-Schlobitten und wurde 1978 mit Mitteln der Deutschen Klassenlotterie erworben. Verena Wasmuth
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Dieses Objekt im Museum
Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft bei Potsdam errichten. Der Gartengestalter Peter Joseph Lenné fasste im 19. Jahrhundert mehrere dieser Schloss- und Gartenensembles zu einer Kulturlandschaft zusammen, die 1990 in die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde. Die 1995 gegründete Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) pflegt diesen Reichtum brandenburgisch-preußischer Geschichte, betreut die Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen und macht sie auf vielfältige Weise der Öffentlichkeit zugänglich. Die SPSG ist ein Zusammenschluss der nach 1945 getrennten Schlösserverwaltungen in Potsdam und West-Berlin und knüpft an die bereits 1927 im Zuge der Vermögensauseinandersetzung mit dem Haus Hohenzollern gegründete preußische Schlösserverwaltung an. Derzeit verwaltet die SPSG über 150 historische Bauwerke sowie rund 800 Hektar Gartenanlagen. Über 30 Häuser aus fünf Jahrhunderten mit ihren hochkarätigen Kunstsammlungen sind der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich. Dazu gehören in Potsdam u.a. das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, das Neue Palais und Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci sowie das Marmorpalais und Schloss Cecilienhof im Potsdamer Neuen Garten. In Berlin betreut die SPSG Schloss und Garten Charlottenburg, Jagdschloss Glienicke, Schloss Schönhausen und die Pfaueninsel. Hinzu kommen die märkischen Schlösser Rheinsberg, Königs Wusterhausen, Caputh und Paretz sowie das Schlossmuseum Oranienburg.

