Deckelflöte mit dem Monogramm von Kronprinz Friedrich

Pfauder, Wolfgang (2019) CC BY-NC-SA

Beschreibung

Flöte mit zugehörigem Deckel aus farblosem Glas. Auf einem Scheibenfuß mit dem für Potsdam typischen Fries aus polierten Kugelungen ist zwischen zwei Ringscheiben ein kurzer Massivbaluster angesetzt, der wie die sächsischen Vorbilder facettiert wurde. Auch der Ansatz der sich konisch weitenden Kuppa trägt einen geschliffenen Dekor aus Bögen, sogenannten „Muscheln“, die von polierten Oliven gerahmt werden. Die Wandung ist mit einem mattgeschnittenen Dekor versehen: Das Monogramm Kronprinz Friedrichs „FC“ in einem bekrönten Rollwerkmedaillon mit Gitternetzwerk, flankiert von Kriegstrophäen. Lippen- und Deckelrand ziert ein Kugelfries. Der angesetzte Massivknauf ist wie der Baluster facettiert. Bei diesem Deckelglas handelt es sich um die früheste bekannte Flöte aus brandenburgischer Produktion. Sie lehnt sich stilistisch eng an sächsische Vorbilder an (vgl. Haase, Sächsisches Glas, 1988, S. 340f.). Das Glas stammt aus dem Inventar von Schloss Schlobitten und wurde 1978 aus der Sammlung Dohna mit Mitteln der Deutschen Klassenlotterie angekauft. Flöte und Deckel sind krank. Verena Wasmuth

ObjektartKelchglas
MaßeHauptmaß: Höhe, mit Deckel: 35.00 cm Höhe, ohne Deckel: 29.00 cm Durchmesser: 6.40 cm
MaterialGlas, farblos, vergoldet
InventarnummerXIII 862
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:51
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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg CC BY-NC-SA

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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft bei Potsdam errichten. Der Gartengestalter Peter Joseph Lenné fasste im 19. Jahrhundert mehrere dieser Schloss- und Gartenensembles zu einer Kulturlandschaft zusammen, die 1990 in die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde. Die 1995 gegründete Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) pflegt diesen Reichtum brandenburgisch-preußischer Geschichte, betreut die Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen und macht sie auf vielfältige Weise der Öffentlichkeit zugänglich. Die SPSG ist ein Zusammenschluss der nach 1945 getrennten Schlösserverwaltungen in Potsdam und West-Berlin und knüpft an die bereits 1927 im Zuge der Vermögensauseinandersetzung mit dem Haus Hohenzollern gegründete preußische Schlösserverwaltung an. Derzeit verwaltet die SPSG über 150 historische Bauwerke sowie rund 800 Hektar Gartenanlagen. Über 30 Häuser aus fünf Jahrhunderten mit ihren hochkarätigen Kunstsammlungen sind der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich. Dazu gehören in Potsdam u.a. das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, das Neue Palais und Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci sowie das Marmorpalais und Schloss Cecilienhof im Potsdamer Neuen Garten. In Berlin betreut die SPSG Schloss und Garten Charlottenburg, Jagdschloss Glienicke, Schloss Schönhausen und die Pfaueninsel. Hinzu kommen die märkischen Schlösser Rheinsberg, Königs Wusterhausen, Caputh und Paretz sowie das Schlossmuseum Oranienburg.

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