Pfauder, Wolfgang (2019) CC BY-NC-SA
Pfauder, Wolfgang (2019) CC BY-NC-SA
Pfauder, Wolfgang (2019) CC BY-NC-SA

Beschreibung

Pokal aus farblosem Glas mit breitem Scheibenfuß, Rand umgelegt und mit einem versenkten Spitzblattfries dekoriert. Angesetzt ein Balusterschaft zwischen zwei kräftigen Ringscheiben, der Baluster ebenfalls mit Spitzblattdekor und mit großer eingestochener Luftblase. Am Ansatz der becherförmigen Kuppa wiederholt sich der Spitzblattdekor. Auf der Wandung in feinem Mattschnitt ein bekröntes Allianzwappen, heraldisch rechts ein Amboss oder einem Rochen, heraldisch links drei nach links springende Hunde, reich gerahmt vor einem Wappenmantel, der rechts von einem großen Adler und links von einem großen, steigenden Hund gehalten wird, der Mündungsrand ist mit einem sauberen Steinchenfries verziert. Dekor und Form sprechen für eine Zuschreibung an die Potsdamer Glasmanufaktur in die Zeit zwischen 1710 und 1730. Die Auflösung des Allianzwappens kann nicht ohne Vorbehalt geschehen: Der Amboss deutet auf das westfälische Adelsgeschlecht derer von Niehausen, das zu dieser Zeit allerdings bereits keine heiratsfähigen Namensträger besaß, oder die märkische Familie derer von Rochow, die allerdings drei Rochen im Wappen trugen. Das heraldisch linke Wappen lässt sich einer Freiin von Hundbiss (Humpis) aus Schwaben zuordnen. Der Pokal stammt aus der Sammlung Dohna. Er ist im Inventar von Schloss Schlobitten gelistet. 1978 wurde er mit Mitteln der Deutschen Klassenlotterie aus dem Familienbesitz erworben. Verena Wasmuth

ObjektartPokal
MaßeHauptmaß: Höhe: 14.00 cm Durchmesser: 8.50 cm
MaterialGlas, farblos, geschliffen, geschnitten
InventarnummerXIII 865
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:51
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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft bei Potsdam errichten. Der Gartengestalter Peter Joseph Lenné fasste im 19. Jahrhundert mehrere dieser Schloss- und Gartenensembles zu einer Kulturlandschaft zusammen, die 1990 in die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde. Die 1995 gegründete Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) pflegt diesen Reichtum brandenburgisch-preußischer Geschichte, betreut die Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen und macht sie auf vielfältige Weise der Öffentlichkeit zugänglich. Die SPSG ist ein Zusammenschluss der nach 1945 getrennten Schlösserverwaltungen in Potsdam und West-Berlin und knüpft an die bereits 1927 im Zuge der Vermögensauseinandersetzung mit dem Haus Hohenzollern gegründete preußische Schlösserverwaltung an. Derzeit verwaltet die SPSG über 150 historische Bauwerke sowie rund 800 Hektar Gartenanlagen. Über 30 Häuser aus fünf Jahrhunderten mit ihren hochkarätigen Kunstsammlungen sind der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich. Dazu gehören in Potsdam u.a. das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, das Neue Palais und Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci sowie das Marmorpalais und Schloss Cecilienhof im Potsdamer Neuen Garten. In Berlin betreut die SPSG Schloss und Garten Charlottenburg, Jagdschloss Glienicke, Schloss Schönhausen und die Pfaueninsel. Hinzu kommen die märkischen Schlösser Rheinsberg, Königs Wusterhausen, Caputh und Paretz sowie das Schlossmuseum Oranienburg.

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