Pfauder, Wolfgang (2019) CC BY-NC-SA

Beschreibung

Spitzkelch aus farblosem Glas, leicht ansteigender Fuß, der sich konisch weitende, massive Schaft ist mit polierten Facetten beschliffen, die oben als mattierte Rundbögen mit Ketten aus kleinen geblänkten Kugelungen auslaufen. Auf der sich nahtlos anschließenden trichterförmigen Kuppa befindet sich in Mattschnitt ein Allianzwappen unter einer Grafenkrone. Bei dem heraldisch rechten Wappen handelt es sich um ein geviertes Hauptschild mit einem gevierten Herzschild und lässt sich den Grafen zur Lippe zuordnen. Das heraldisch linke Wappen mit gekreuzten fünfendigen Hirschstangen verweist auf die Familie von Dohna, in diesem Fall den weiblichen Ehepartner. Der beschliffene Mündungsrand ist mit einem geblänkten Kugelfries verziert. Aufgrund formaler und stilistischer Kriterien ist das Glas der Potsdamer Hütte zuzuschreiben und zwischen 1700 und 1715 zu datieren. Der Kelch wurde 1978 gemeinsam mit einem Pendant (Inv. Nr. XIII 866) mit Mitteln der Deutschen Klassenlotterie aus der Sammlung Dohna erworben. Er gehörte ehemals zum Inventar von Schloss Dohna-Schlobitten in Ostpreußen. Verena Wasmuth

ObjektartKelchglas
MaßeHauptmaß: Höhe: 16.20 cm Durchmesser: 9.30 cm
MaterialGlas, farblos, geschliffen
InventarnummerXIII 867
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:51
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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg CC BY-NC-SA

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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft bei Potsdam errichten. Der Gartengestalter Peter Joseph Lenné fasste im 19. Jahrhundert mehrere dieser Schloss- und Gartenensembles zu einer Kulturlandschaft zusammen, die 1990 in die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde. Die 1995 gegründete Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) pflegt diesen Reichtum brandenburgisch-preußischer Geschichte, betreut die Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen und macht sie auf vielfältige Weise der Öffentlichkeit zugänglich. Die SPSG ist ein Zusammenschluss der nach 1945 getrennten Schlösserverwaltungen in Potsdam und West-Berlin und knüpft an die bereits 1927 im Zuge der Vermögensauseinandersetzung mit dem Haus Hohenzollern gegründete preußische Schlösserverwaltung an. Derzeit verwaltet die SPSG über 150 historische Bauwerke sowie rund 800 Hektar Gartenanlagen. Über 30 Häuser aus fünf Jahrhunderten mit ihren hochkarätigen Kunstsammlungen sind der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich. Dazu gehören in Potsdam u.a. das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, das Neue Palais und Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci sowie das Marmorpalais und Schloss Cecilienhof im Potsdamer Neuen Garten. In Berlin betreut die SPSG Schloss und Garten Charlottenburg, Jagdschloss Glienicke, Schloss Schönhausen und die Pfaueninsel. Hinzu kommen die märkischen Schlösser Rheinsberg, Königs Wusterhausen, Caputh und Paretz sowie das Schlossmuseum Oranienburg.

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