Lindner, Daniel (2019) CC BY-NC-SA
Lindner, Daniel (2019) CC BY-NC-SA
Lindner, Daniel (2019) CC BY-NC-SA

Beschreibung

Deckelpokal aus farblosem Glas, leicht ansteigender Fuß mit mattiertem Spitzblattfries, Abrissnarbe am Boden. Der Dekor wiederholt sich am Baluster des Schafts sowie am Ansatz der becherförmigenn Kuppa; Schaftaufbau aus Noppelnodus, Massivbaluster mit eingestochener tropfenförmiger Luftblase sowie einer gekehlten Trommelscheibe, verziert mit Kugelschliff. Das mittlere Register der Wandung ist mit einer mattgeschnittenen Szene dekoriert: Auf einem Landschaftssockel sind zwei Männer in römischer Rüstung dargestellt, die sich die Hand geben. Auf ihrem jeweiligen Schild stehen die Namen "IONATHAN" sowie "DAVIT". Darüber umlaufend die Inschrift "Ich will dir Thun was dein herz BegehrT. 1. B. sam. 20. v. 4.". Rückseitig die Darstellung eines Dorfes mit Kirche und Bäumen, der Mündungsrand mit Perlfries, ebenso der Deckelrand. Am Übergang zum hoch aufgebauten Deckelknauf wiederholt sich der Spitzblattdekor des Pokals, an der Trommelschreibe am Schaft des facettierten Knaufs selbst der Kugelschliff. Die Inschrift ist eine Abwandlung der Bibelstelle "Ich will an dir tun, was dein Herz begehrt", Samuel 1, 20:4, gerichtet von Jonathan an David eine Bekräftigung ihres Freundschaftsbundes. Als allegorische Darstellung der Freundschaft findet sich das Motiv von David und Jonathan beim Handschlag auch auf anderen barocken Schnittgläsern (vgl. identische Darstellung mit abweichendem Dekor in der Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/187 A; andere Darstellung in der Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. SM 2013-7686). Dieser Pokal stammt aus der Glassammlung Helfried Krug, ist im Bestandskatalog allerdings ohne Deckel abgebildet. Er wurde 2003 im Kunsthandel erworben. Verena Wasmuth

ObjektartPokal
MaßeHauptmaß: Höhe, mit Deckel: 24.50 cm Breite: 9.40 cm
MaterialGlas, farblos, Mattschnitt
InventarnummerXIII 1024
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:51
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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft bei Potsdam errichten. Der Gartengestalter Peter Joseph Lenné fasste im 19. Jahrhundert mehrere dieser Schloss- und Gartenensembles zu einer Kulturlandschaft zusammen, die 1990 in die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde. Die 1995 gegründete Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) pflegt diesen Reichtum brandenburgisch-preußischer Geschichte, betreut die Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen und macht sie auf vielfältige Weise der Öffentlichkeit zugänglich. Die SPSG ist ein Zusammenschluss der nach 1945 getrennten Schlösserverwaltungen in Potsdam und West-Berlin und knüpft an die bereits 1927 im Zuge der Vermögensauseinandersetzung mit dem Haus Hohenzollern gegründete preußische Schlösserverwaltung an. Derzeit verwaltet die SPSG über 150 historische Bauwerke sowie rund 800 Hektar Gartenanlagen. Über 30 Häuser aus fünf Jahrhunderten mit ihren hochkarätigen Kunstsammlungen sind der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich. Dazu gehören in Potsdam u.a. das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, das Neue Palais und Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci sowie das Marmorpalais und Schloss Cecilienhof im Potsdamer Neuen Garten. In Berlin betreut die SPSG Schloss und Garten Charlottenburg, Jagdschloss Glienicke, Schloss Schönhausen und die Pfaueninsel. Hinzu kommen die märkischen Schlösser Rheinsberg, Königs Wusterhausen, Caputh und Paretz sowie das Schlossmuseum Oranienburg.

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