Kleinbildwerfer ASPECTAR 150 mit Tragetasche
Beschreibung
Die beigefarbene Kunstledertasche mit Tragegurt beinhaltet einen Diaprojektor ASPECTAR 150, einen Diawechsler sowie eine Bedienungsanleitung für den Projektor. Öffnen und schließen lässt sich die Tasche mit einem Reißverschluss. Das trapezförmige Aluminiumgehäuse des Projektors wird nach unten breiter, die Ecken sind abgerundet. Über die hintere Ecke verlaufen Belüftungsschlitze bis auf die Rückseite. Auch an den seitlichen Flächen befinden sind jeweils zwei längliche Belüftungsschlitze. Das Vorderteil des Projektors kann vom hinteren getrennt werden, um den Diawechlser dazwischenzuschieben. Das Gerät steht auf vier Gummifüßen. Das an der Stirnseite per Bajonettverschluss befestigte Pentacon-Objektiv konnte zum Verstauen abgeschraubt und in eine Vorrichtung an der Unterseite des Projektors gesteckt werden, wo es mittels eines Federmechanismus arretiert wurde. Für die Formgestaltung in der DDR ist eine enge Orientierung an den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Industrie kennzeichnend. Das spiegelt sich auch in den Beziehungen der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee zu zahlreichen Herstellern wider, die an der Hochschule entstandene Studienarbeiten produzierten. Ein Beispiel hierfür ist der Projektor ASPECTAR 150, im Jahr 1957 entworfen vom noch studierenden Manfred Claus, der von Rudi Högner betreut wurde. Der Projektor wurde im VEB Kamera- und Kinowerke Dresden von 1960 bis 1984 in Serienproduktion hergestellt. Manfred Claus war von 1959 bis 1990 Gestalter am Kombinat VEB Kamera- und Kinowerke Dresden (ab 1984 VEB Pentacon Dresden). In der Sammlung befindet sich auch der von ihm entworfene Diaprojektor FILIUS (Inv.Nr. 42281/12-DDR).
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Dieses Objekt im Museum
Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR Die Gegenstände des Alltags verschwinden, je weniger bedeutsam sie erscheinen und je beiläufiger sie gebraucht werden. Den Alltagsobjekten aus der DDR hat sich das Museum Utopie und Alltag am Standort Eisenhüttenstadt verschrieben. Dort sammelt es seit 1993 - zunächst unter dem Namen Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR - Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Dokumente, Plakate und anderes mehr. Die von über 2000 Schenkern gestifteten Objekte der Sammlung bilden so etwas wie ein Sachinventar der DDR-Gesellschaft, das in wechselnden Ausstellung themenzentriert gezeigt und in der Dauerausstellung in den Kontext von Politik und Gesellschaft gestellt wird. Damit die Dinge kein Sammelsurium bilden, wird auf die Kontextualisierung durch Interviews und wissenschaftliche Erschließung der Sammlungen Wert gelegt. Die hier dokumentierten Objekte aus dem Bestand des Hauses zeigen Beispiele von Gebrauchsgegenständen, die in meist großer Verbreitung im Alltag anzutreffen waren.






