Kassettenrecorder Stern R 160
Beschreibung
Das schwere Kofferradio mit Kassettenrecorder besitzt ein Gehäuse aus lackiertem Sperrholz, im vorliegenden Exemplar mit deutlichen Gebrauchsspuren. An der oberen Seite sind auf einer schwarzen Kunststoffleiste mehrere Druck- und Drehknöpfe sowie die Antenne aufgereiht, deren Bezeichnungen vor dem jeweiligen Knopf auf der Leiste in hellen Lettern eingestanzt sind. Die zylindrischen silberfarben Knöpfe sind mit einer schwarzen Kunststoffkappe versehen. Die Winkelskala an der vorderen Längsseite des Radios liegt hinter einem durchsichtigen Acrylgehäuse und ist von oben wie von vorn gesehen gut sichtbar. Neben der Skala sind auf schwarzem Kunststoff die Druckknöpfe des Kassettenrecorders aufgereiht, die ebenso gestaltet sind wie die des Radios. An der Frontseite befindet sich links das Kassettenlaufwerk aus schwarzem und transparentem Kunststoff und rechts die Lautsprecherfront mit waagerechtem Linienmuster. An den Seiten ist der schwenkbare Tragegriff angebracht, bestehend aus einem waagerechten Metallbügel mit einer schwarzen Kunststoffleiste. Als erster Radiorecorder der DDR wurde das Stern-Radio R160 noch bis 1975 in dieser Form produziert. Später wurde für die Lautsprecherfront ein Lochdesign eingeführt, das seine Fortsetzung im Stern-Radio Contura 2510 fand.
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Einordnung
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Dieses Objekt im Museum
Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR Die Gegenstände des Alltags verschwinden, je weniger bedeutsam sie erscheinen und je beiläufiger sie gebraucht werden. Den Alltagsobjekten aus der DDR hat sich das Museum Utopie und Alltag am Standort Eisenhüttenstadt verschrieben. Dort sammelt es seit 1993 - zunächst unter dem Namen Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR - Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Dokumente, Plakate und anderes mehr. Die von über 2000 Schenkern gestifteten Objekte der Sammlung bilden so etwas wie ein Sachinventar der DDR-Gesellschaft, das in wechselnden Ausstellung themenzentriert gezeigt und in der Dauerausstellung in den Kontext von Politik und Gesellschaft gestellt wird. Damit die Dinge kein Sammelsurium bilden, wird auf die Kontextualisierung durch Interviews und wissenschaftliche Erschließung der Sammlungen Wert gelegt. Die hier dokumentierten Objekte aus dem Bestand des Hauses zeigen Beispiele von Gebrauchsgegenständen, die in meist großer Verbreitung im Alltag anzutreffen waren.




