Fotoapparat WERRA I
Beschreibung
Der Fotoapparat mit dem verchromten Metallgehäuse und olivfarbenen Details aus Kunstleder wurde vom Werkskonstrukteur Rudolf Müller entworfen, unter Beratung durch den Berufsfotografen Rudolf Meffert. An der Frontseite befindet sich das Objektiv von Carl Zeiss Jena, das einen konisch geformten Schutzdeckel hat, so dass der Fotoapparat auch ohne Tasche sicher getragen werden kann. Der Deckel kann auch als Gegenlichtblende umfunktioniert werden, indem er umgedreht an das Objektiv geschraubt wird. An der oberen Seite befindet sich nur der Auslöser, der leicht gewölbt geformt und somit gut ertastbar ist. Alle weiteren Räder für verschiedene Funktionen sind an der Unterseite der Kamera angebracht. Das Aufziehen und der Filmtransport erfolgen durch das Drehen des hinteren Rings am Objektiv. Die Rückseite öffnet sich links oben für den Durchsichtsucher. Nicht von einem ausgebildeten Gestalter entworfen, sondern von einem Werkskonstrukteur, gilt die WERRA als Ingenieur-Designobjekt.
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Dieses Objekt im Museum
Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR Die Gegenstände des Alltags verschwinden, je weniger bedeutsam sie erscheinen und je beiläufiger sie gebraucht werden. Den Alltagsobjekten aus der DDR hat sich das Museum Utopie und Alltag am Standort Eisenhüttenstadt verschrieben. Dort sammelt es seit 1993 - zunächst unter dem Namen Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR - Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Dokumente, Plakate und anderes mehr. Die von über 2000 Schenkern gestifteten Objekte der Sammlung bilden so etwas wie ein Sachinventar der DDR-Gesellschaft, das in wechselnden Ausstellung themenzentriert gezeigt und in der Dauerausstellung in den Kontext von Politik und Gesellschaft gestellt wird. Damit die Dinge kein Sammelsurium bilden, wird auf die Kontextualisierung durch Interviews und wissenschaftliche Erschließung der Sammlungen Wert gelegt. Die hier dokumentierten Objekte aus dem Bestand des Hauses zeigen Beispiele von Gebrauchsgegenständen, die in meist großer Verbreitung im Alltag anzutreffen waren.




