Magnettonbandgerät Pouva Bändi
Beschreibung
Das kleine Magnettonbandgerät besitzt ein rechteckiges Gehäuse mit abgerundeten Ecken. Während das untere Gehäuseteil aus rotbraunem Bakelit besteht, ist das obere aus hellgrauem Meladur gefertigt. Es trägt Applikationen aus elfenbeinfarbenem Meladur. Die Abdeckung öffnet sich hinten in zwei rechtwinklige Dreiecke mit abgerundeten Ecken, durch die die zwei Tonbandspulen zu sehen sind. Vorn befinden sich zwei Schlitzgitter, von dem eines die Tonöffnung des Lautsprechers bildet, während das andere lediglich der symmetrischen Gestaltung dient. Zwischen den zwei Schlitzgittern ist eine kleine runde Blende mit einem Metallhebel angeordnet, mit dem die hellgraue Klappe des Tonbandgeräts entriegelt werden kann. Mittig ziert die Abdeckung in Hochprägung der Gerätename "Pouva Bändi". Auf der Stirnseite ist auf dem Bakelit-Gehäuse eine rechteckige Blende angeschraubt, die die Bedienelemente zusammenfasst: einen Drehknopf, einen runden und zwei rechteckige Regler. An den Schmalseiten des Gehäuses ist jeweils ein metallener Pilzknopf befestigt, an denen der beigefügte Trageriemen angebracht wird. Das Gerät kann waagerecht gelegt oder auch auf eine der Schmalseiten gestellt werden. Daher befinden sich auf den Unterseiten jeweils vier schwarze Gummifüße. Auf der größeren der beiden Unterseiten sind Hinweise zur Aufladung der Akkus und zum Stromverbrauch sowie das Herstellungsland DDR gekennzeichnet. Für das 1964 hergestellte Bändi erhielt Karl Pouva die Auszeichnung „Diplom für besondere Leistungen bei der Herstellung hochwertiger Güter für den Bedarf der Bevölkerung“. Bis 1966 wurden bereits 36000 Geräte verkauft, obwohl ihnen Laufschwankungen nachgesagt werden.
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Dieses Objekt im Museum
Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR Die Gegenstände des Alltags verschwinden, je weniger bedeutsam sie erscheinen und je beiläufiger sie gebraucht werden. Den Alltagsobjekten aus der DDR hat sich das Museum Utopie und Alltag am Standort Eisenhüttenstadt verschrieben. Dort sammelt es seit 1993 - zunächst unter dem Namen Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR - Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Dokumente, Plakate und anderes mehr. Die von über 2000 Schenkern gestifteten Objekte der Sammlung bilden so etwas wie ein Sachinventar der DDR-Gesellschaft, das in wechselnden Ausstellung themenzentriert gezeigt und in der Dauerausstellung in den Kontext von Politik und Gesellschaft gestellt wird. Damit die Dinge kein Sammelsurium bilden, wird auf die Kontextualisierung durch Interviews und wissenschaftliche Erschließung der Sammlungen Wert gelegt. Die hier dokumentierten Objekte aus dem Bestand des Hauses zeigen Beispiele von Gebrauchsgegenständen, die in meist großer Verbreitung im Alltag anzutreffen waren.








