Kaffeeservice "Daphne"
Beschreibung
Daphne ist das erste umfassende Service aus Porzellan von Ilse Decho. Mit originellen, modernen Konturen und einem flachen Oberflächenrelief versehen, wurde das Service wegen seiner Materialgerechtigkeit und sachlichen Schönheit geschätzt. Die Form der Kanne basiert auf dem Zylinder, der nach einer schrägen Abstufung nach oben hin schmaler wird und in einem gewölbten Bord ausläuft. Der Henkel, an der Außenseite rechteckig und innen abgerundet gestaltet, schließt am unteren Zylinder in einer Höhe mit der Schnaupe ab. Die Schnaupe wiederum führt gerade in einer diagonalen Linie bis zum oberen Abschluss der Kanne und endet dort mit einer kurzen horizontalen Nase. Das zurückhaltende, an Flechtwerk erinnernde Relief schmückt in zwei breiten Segmenten an der Vorder- und Rückseite die Kanne und wechselt sich am Henkel und an der Schnaupe mit zwei schmalen Streifen glatten Porzellans ab. Die Tasse, das Milchkännchen und die Zuckerdose sind ebenfalls zylindrisch geformt und mit einem gewölbten Bord am oberen Rand ausgestattet. Sie werden durch dasselbe Reliefmuster ausgezeichnet, das nicht nur zur Dekoration, sondern auch der Griffsicherheit dient. Im Bestand weiterhin vetreten sind ein Mokkaservice mit etwas kleineren Gefäßen bzw. Kuchentellern (3012/11-DDR) sowie eine Suppenterrine und ein Teller aus dem Speiseservice (3009/11-DDR).
Details und verwandte Objekte
Einordnung
Schlagworte
Dieses Objekt im Museum
Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR Die Gegenstände des Alltags verschwinden, je weniger bedeutsam sie erscheinen und je beiläufiger sie gebraucht werden. Den Alltagsobjekten aus der DDR hat sich das Museum Utopie und Alltag am Standort Eisenhüttenstadt verschrieben. Dort sammelt es seit 1993 - zunächst unter dem Namen Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR - Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Dokumente, Plakate und anderes mehr. Die von über 2000 Schenkern gestifteten Objekte der Sammlung bilden so etwas wie ein Sachinventar der DDR-Gesellschaft, das in wechselnden Ausstellung themenzentriert gezeigt und in der Dauerausstellung in den Kontext von Politik und Gesellschaft gestellt wird. Damit die Dinge kein Sammelsurium bilden, wird auf die Kontextualisierung durch Interviews und wissenschaftliche Erschließung der Sammlungen Wert gelegt. Die hier dokumentierten Objekte aus dem Bestand des Hauses zeigen Beispiele von Gebrauchsgegenständen, die in meist großer Verbreitung im Alltag anzutreffen waren.

