Landkarte des ehemaligen "Deutschen Schutzgebiets" Kiautschou

Bert Krüger CC BY-NC-SA

Beschreibung

Der Plan zeigt das "Deutsche Schutzgebiet" Kiautschou an der Ostküste Chinas. Das Deutsche Kaiserreich hatte 1898 einen auf 99 Jahre angelegten Pachtvertrag mit dem Chinesischen Kaiserreich über das Kiautschou-Gebiet im Süden der chinesischen Shandong-Halbinsel militärisch erzwungen. Neben einem Stützpunkt für die kaiserliche Marine in Ostasien sollte in Kiautschou eine moderne „Musterkolonie“ errichtet werden, um die Expansionsbestrebungen in der Region zu untermauern. Unter der Führung des staatlichen Reichsmarineamtes begann ab 1898 der Bau der Planstadt Tsingtau (heute Qingdao, deutsch: „grüne Insel“). Im Bebauungsplan der Stadt, die sich in einen europäischen Teil im Süden und einen chinesischen im Norden teilte, spiegelte sich auch die neue koloniale Ordnung wider. Neben einem Villenviertel im Südosten und zwei Arbeitervierteln im Osten und Westen entstand im nördlichen Teil ein Hafen, der sich zu einem der modernsten in Südostasien entwickeln sollte. In dem Plan ist die in Tsingtau zwischen 1908 und 1910 erbaute Chistuskirche noch nicht verzeichnet. Der Plan stammt daher wahrscheinlich aus dem Jahr 1907. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 waren die Tage des deutschen „Schutzgebietes Kiautschou“ gezählt. Nachdem ein Ultimatum der japanischen Regierung zur Übergabe Kiautschous vom 15. August 1914 von deutscher Seite unbeantwortet blieb, erklärte Japan dem Deutschen Reich acht Tage später den Krieg. Mit der Kapitulation Tsingtaus am 7. November 1914 gerieten fast 5.000 Deutsche – darunter etwa 1.400 Reservisten und Kriegsfreiwillige – in Gefangenschaft.

ObjektartLandkarte
MaßeHöhe: 103,5 cm, Breite: 125,5 cm
MaterialPapier
Inventarnummero. Nr.
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:51
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Museum und Galerie Falkensee

Heimat aus der Sicht einer Fremden - Gertrud Kolmar in Falkensee: Jedes Dorf, jede Stadt oder Region hat etwas Einzigartiges - eine besondere Geschichte oder eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Im Museum Falkensee wird die regionalgeschichtliche Ausstellung mit der Lebensgeschichte und dem Werk der bekannten Lyrikerin Gertrud Kolmar (1894-1943) verknüpft. In der Schönheit und Abgeschiedenheit des Ortes entstand fast ihr gesamtes Werk. Die Rosen im Garten des Vaters und die hinter dem Haus beginnende Landschaft mit Kiefern, Seen, Sandwegen und Tieren fanden Eingang in ihre Gedichtwelt. Der Gertrud-Kolmar-Rosengarten: Während die Dauerausstellung des Museums Spuren aus dem Leben und Werk Gertrud Kolmars zeigt, bietet der Gertrud-Kolmar-Rosengarten mit seinen Gedichten die Gelegenheit, das Lebensgefühl der außergewöhnlichen Dichterin kennen zu lernen. Zeiteinblicke Dauerausstellung: Eine große Vogel- und Schmetterlingssammlung dokumentiert die regionale Natur- und Tierwelt. Über die Stadtgrenzen hinaus reicht die Vielzahl archäologischer Fundstücke aus dem Havelland. Auch zeitgeschichtliche Aspekte fehlen nicht. Wir geben Einblick in die Zeit des Nationalsozialismus, vom Aufbau Falkensees nach dem 2. Weltkrieg und vom Leben der Falkenseer im Mauerschatten. Filmdokumente schließen den Rundgang durch die Ausstellung ab. Eine Kunstgalerie sowie Räume für Sonderausstellungen und Ausstellungen aus dem eigenen Sammlungsbestand sorgen für viel Bewegung und regen zum Gedankenaustausch an.

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