Fernsehgerät „Alex“
Beschreibung
Von den Studenten der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Horst Giese und Jürgen Peters unter der Betreuung von Rudi Högner im Jahr 1957 gestaltet, war dieses Fernsehgerät für seine Zeit revolutionär. Das dynamisch gerundete Gehäuse ist auf ein Minimum reduziert. Mit seiner futuristischen Raumfahrt-Ästhetik verabschiedete es vom gediegenen Erscheinungsbild der damaligen kastenartigen "Tonmöbel". Der Bildschirm ist in einen tiefen Schichtholz-Rahmen eingebaut, dessen Oberfläche mit silberfarbener Hammerschlaglackierung versehen ist und optisch an das Material Aluminium erinnert. Die Bedienelemente aus hellem Kunststoff, ein großer Kippschalter und drei Räder, sind seitlich in die Verkleidung integriert. An der oberen Seite befinden sich mehrere Belüftungsschlitze mit Einfassungen, ebenfalls aus hellem Kunststoff. Die Rückseite des für seine extreme Wärmeerzeugung bekannten Geräts öffnet sich fast flächendeckend in einem Lochraster. Auf den verbleibenden Feldern sind Nutzungshinweise in das Holz eingeprägt sowie das Firmenlogo des VEB Stern-Radio Berlin, bestehend aus dem von Rudi Högner als Musiknote gestaltetem kleinen „b“ und einem fünfzackigen Stern. Der "Alex" wurde nur bis 1961 produziert.
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Dieses Objekt im Museum
Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR Die Gegenstände des Alltags verschwinden, je weniger bedeutsam sie erscheinen und je beiläufiger sie gebraucht werden. Den Alltagsobjekten aus der DDR hat sich das Museum Utopie und Alltag am Standort Eisenhüttenstadt verschrieben. Dort sammelt es seit 1993 - zunächst unter dem Namen Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR - Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Dokumente, Plakate und anderes mehr. Die von über 2000 Schenkern gestifteten Objekte der Sammlung bilden so etwas wie ein Sachinventar der DDR-Gesellschaft, das in wechselnden Ausstellung themenzentriert gezeigt und in der Dauerausstellung in den Kontext von Politik und Gesellschaft gestellt wird. Damit die Dinge kein Sammelsurium bilden, wird auf die Kontextualisierung durch Interviews und wissenschaftliche Erschließung der Sammlungen Wert gelegt. Die hier dokumentierten Objekte aus dem Bestand des Hauses zeigen Beispiele von Gebrauchsgegenständen, die in meist großer Verbreitung im Alltag anzutreffen waren.






