The Inside of the Elegant Music Room in Vaux Hall Gardens

Konzertsaal in Vauxhall Gardens; Radierung, um 1752/53-1764. Stark dekorierter Innenraum mit Figurenstaffage. Blick vom zentralen Saal durch den sonnigen Vorraum und den dahinter liegenden Eingang. Th.Deuer CC BY-NC-SA

Beschreibung

Konzertsaal in Vauxhall Gardens; Radierung, um 1752/53-1764. Stark dekorierter Innenraum mit Figurenstaffage. Blick vom zentralen Saal durch den sonnigen Vorraum und den dahinter liegenden Eingang. Beschriftet mit dem Bildtitel in Englisch und Französisch, den Namen des Zeichners und des Stechers sowie Angaben zu den Verlegern. Am oberen Plattenrand rechts mit der Nummer 5 versehen. Späterer Zustand einer zuerst 1751 erschienenen Druckgrafik, die Teil einer von John Bowles verlegten Serie über Vauxhall Gardens war. Hier erscheint auch sein Bruder Thomas Bowles II als Mitherausgeber. In den 1830er Jahren wurde die Serie dann nocheinmal von Francis West verlegt, der die Druckplatten der frühreren Bowles-Firma übernommen hatte. Vauxhall Gardens war ein beliebter Londoner Vergnügungspark am Südufer der Themse in Kennington, etwa gegenüber der heutigen Tate Gallery am Nordufer. Er bestand fast 200 Jahre lang zwischen 1661 und 1859. Zu seinen Attraktionen zählten u.a. zahlreiche Konzerte mit Werken der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten, darunter auch von Georg Friedrich Händel, dessen lebensgroße Statue 1738 im Park aufgestellt wurde. Die musikalischen Aufführungen fanden sowohl unter freiem Himmel als auch in dem hier dargestellten Konzertsaal statt. Für die Aufnahme in August Wredows Ornamentsammlung waren wahrscheinlich in erster Linie die dargestellten, reich verzierten Architekturelemente – etwa die mit Friesen versehenen Säulen oder die palmettenartige Deckendekoration – ausschlaggebend, die als ornamentale Vorlage oder Anregung für eigene Arbeiten dienen sollten. | Wolfgang Rose

ObjektartDruckgrafik
MaßeHxB 294 x 438 mm
MaterialPapier / Radierung
InventarnummerV06879Kb
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:51
Zum Objekt im Museum Digital
Stiftung Wredowsche Zeichenschule Brandenburg/Havel CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Stiftung Wredowsche Zeichenschule Brandenburg/Havel

Die Stiftung Wredowsche Zeichenschule ging aus einer 1870 gegründeten gewerblichen Zeichenschule hervor. Hier sollten Handwerker in der ansprechenden, materialgerechten Gestaltung ihrer Produkte unterrichtet werden. Ab 1871 wurde die Schule von dem aus Brandenburg stammenden Berliner Bildhauer August Wredow (1804-1891) mit Geld, Unterrichtsmitteln und Kunstgegenständen unterstützt. Schon bald erhielt die Einrichtung daher seinen Namen. Wredow finanzierte größtenteils den Bau eines eigenen, 1878 eröffneten, Schulgebäudes. Um sein Engagement auf eine dauerhafte Grundlage zu stellen, gründete der Mäzen 1883 die Stiftung und versah sie mit einem ansehnlichen Kapital. Nach seinem Tod erbte die Stiftung die gesamte private Kunstsammlung und Kunstbibliothek Wredows. In den folgenden Jahrzehnten war die Wredowsche Zeichenschule für zahlreiche Brandenburger eine wichtige Stätte eigener künstlerischer Erfahrungen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stellten Stiftung und Schule ihre Arbeit ein und wurden erst 1990 wiederbelebt. Seit 1996 haben sie ihren Sitz wieder im historischen Schulgebäude am Wredowplatz in Brandenburg. Die staatlich anerkannte Kunstschule richtet sich hauptsächlich an Kinder und Jugendliche mit kreativem Interesse sowie an Handwerker. Das Unterrichtsspektrum ist modern und breit gefächert. Zeichnen, Malen, plastisches und experimentelles Gestalten, Kommunikationsdesign und Grafik, aber auch Zirkus- und Theaterkurse werden angeboten. Wesentliche Säulen der Stiftung waren von jeher die Kunstsammlung und die Kunstbibliothek. Der Bildhauer Wredow sammelte Kunstwerke und Bücher zunächst vermutlich auf Grund ihn interessierender künstlerischer Aspekte. Mit seinem zunehmenden Engagement für die Zeichenschule dürfte der Sammlungszweck stärker davon bestimmt worden sein, dass die Objekte einerseits als Anschauungsmaterial für den Unterricht dienten, andererseits die „Teilnahme des Publikums an der Pflege des guten Geschmacks“ (§ 2 c Stiftungsstatut) anregen sollten. Die Sammlung umfasst etwa 20.000 Objekte, hauptsächlich Druckgrafiken aus fünf Jahrhunderten, aber auch Gemälde und Skulpturen. Sie wird seit 1950, ebenso wie die historische Kunstbibliothek im Stadtmuseum Brandenburg aufbewahrt. Mit Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Stadt Brandenburg wurde 2017 begonnen, die Bestände der Kunstsammlung aufzuarbeiten und schrittweise der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Da die Erfassung der Sammlung im Rahmen dieses Projektes noch nicht abgeschlossen ist, ist ihre Nutzung für wissenschaftliche, publizistische und andere Zwecke zurzeit nur stark eingeschränkt möglich.

Zum Museum

Sammlungen

Wredow-Kunstsammlung

Zur Sammlung

Ornamentsammlung

Zur Sammlung