Kassetten-Tonbandgerät KT 100
Beschreibung
Der Kassettenrekorder besitzt ein hellgrünes Kunststoffgehäuse mit einer Bedienleiste und Seiteneinfassungen aus gebürstetem Blech. Die Form des Gehäuses ist flach und rechteckig. Auf der oberen Seite befindet sich unter einem Lochraster der Lautsprecher. Es folgt ein rechteckiger roter Druckknopf sowie das Kassettenlaufwerk. Dessen Klappe weist eine leichte Erhebung als Griff auf. Zur Front hin formt das Gehäuse eine Stufe, mit der es auf der winkelförmigen Metallverkleidung aufsitzt. Aus dieser Stufe ragt ein Hebel hervor, der für die Laufwerkssteuerung hineingeschoben und horizontal bewegt werden kann. An der Stirnseite des Gehäuses sind in der Metallabdeckung drei Steuerungsräder in grün und rot aufgereiht. Links ist auf dem Blech die Typenbezeichnung KT 100 per Siebdruck aufgebracht. Auf der unteren Kunststoffabdeckung erstreckt sich über die ganze Länge des Gehäuses der in Hochprägung aufgebrachte Schriftzug SONNEBERG. Dieser erste tragbare Kassettenrecorder der DDR war in verschiedenen Farben erhältlich und erfuhr über drei Produktgenerationen hinweg nur kleine Veränderungen: Während die erste Generation ein Schlitzmuster als Lautsprecherfront besaß, folgte in der zweiten Generation ein Lochmuster. In der dritten Generation wird der Hebel für die Laufwerkssteuerung aus verchromtem Metall anstelle von Kunststoff hergestellt. Das vorliegende Gerät gehört zur zweiten Generation.
Details und verwandte Objekte
Einordnung
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Dieses Objekt im Museum
Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR Die Gegenstände des Alltags verschwinden, je weniger bedeutsam sie erscheinen und je beiläufiger sie gebraucht werden. Den Alltagsobjekten aus der DDR hat sich das Museum Utopie und Alltag am Standort Eisenhüttenstadt verschrieben. Dort sammelt es seit 1993 - zunächst unter dem Namen Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR - Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Dokumente, Plakate und anderes mehr. Die von über 2000 Schenkern gestifteten Objekte der Sammlung bilden so etwas wie ein Sachinventar der DDR-Gesellschaft, das in wechselnden Ausstellung themenzentriert gezeigt und in der Dauerausstellung in den Kontext von Politik und Gesellschaft gestellt wird. Damit die Dinge kein Sammelsurium bilden, wird auf die Kontextualisierung durch Interviews und wissenschaftliche Erschließung der Sammlungen Wert gelegt. Die hier dokumentierten Objekte aus dem Bestand des Hauses zeigen Beispiele von Gebrauchsgegenständen, die in meist großer Verbreitung im Alltag anzutreffen waren.




