Beschreibung
Zentral auf der Frontseite des rechteckigen schwarzen Kunststoffgehäuses ist das versenkte und per Schraubgewinde auszufahrende Objektiv angebracht. An der metallenen Frontblende des Objektivs sind an jeder Seite ein Schalter, mit denen jeweils die Blende (Sonne oder Trüb) und die Verschlusszeit (Moment oder Zeit) eingestellt werden können. Diese Bezeichnungen sowie der Name des Fotoapparats Pouva Start und die Kennzeichnungen des Objektivs sind um das Objektiv herum angegeben. Auf der oberen Schmalseite des Gehäuses befindet sich ein aufklappbarer Rahmensucher, ein schwarzes Rad für den Filmtransport sowie der kleine Auslöser neben dem Rahmensucher. Die Aufnahmezahl ist durch ein rundes Fenster an der Rückseite zu sehen, die mit einem Hebel an der oberen Schmalseite geöffnet werden kann. An den zwei schmalen Seitenflächen kann an zwei pilzförmigen Knöpfen ein Lederband befestigt werden. Die praktische und robuste Rollfilmkamera für junge Fotobegeisterte kam ab 1950 in verschiedenen Varianten und großen Stückzahlen zum Preis von 16,50 M in den Handel. Eine Originalverpackung der Pouva Start ist unter der Inventarnummer 1741/04-DDR vorhanden.
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Dieses Objekt im Museum
Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR Die Gegenstände des Alltags verschwinden, je weniger bedeutsam sie erscheinen und je beiläufiger sie gebraucht werden. Den Alltagsobjekten aus der DDR hat sich das Museum Utopie und Alltag am Standort Eisenhüttenstadt verschrieben. Dort sammelt es seit 1993 - zunächst unter dem Namen Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR - Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Dokumente, Plakate und anderes mehr. Die von über 2000 Schenkern gestifteten Objekte der Sammlung bilden so etwas wie ein Sachinventar der DDR-Gesellschaft, das in wechselnden Ausstellung themenzentriert gezeigt und in der Dauerausstellung in den Kontext von Politik und Gesellschaft gestellt wird. Damit die Dinge kein Sammelsurium bilden, wird auf die Kontextualisierung durch Interviews und wissenschaftliche Erschließung der Sammlungen Wert gelegt. Die hier dokumentierten Objekte aus dem Bestand des Hauses zeigen Beispiele von Gebrauchsgegenständen, die in meist großer Verbreitung im Alltag anzutreffen waren.






