Beschreibung
Die Kanne beginnt oben mit einem geradlinigen Bord, der sich konisch geformt nach unten ausweitet und nach einer ausladenden Rundung in einem nach innen versetzten Fuß endet, auf dem die Kanne steht. An der Rundung der Kanne ist die kurze Schnaupe angebracht, die fast senkrecht hochsteigt. Der Henkel passt sich der konischen Kontur der Kanne an. Im geradlinigen Bord der Kanne sitzt der Deckel, dessen Form einer Bischofsmütze gleicht. Ihr Knauf wächst stufenartig nach unten zu einer breiteren Wölbung und wird dann etwas nach innen versetzt geradlinig herunter gezogen. So wird der Deckel in die Kanne gesetzt, wobei die breitere Wölbung auf den Rand der Kanne aufsitzt und sie abschließt. Auf der Unterseite ist das Firmenlogo von JENAer Glas mit einer kleinen Flamme in einem Rechteck zu sehen. Nachdem Merz bereits Mitte der 1970er Jahre einen Entwicklungsauftrag vom VEB Jenaer Glaswerk Schott & Gen. bekommen hatte (siehe Inventarnummern 1970/95-DDR, 15 und 16), entwickelte er nun 1982 ein weiteres Teegeschirr mit einigen Ergänzungsteilen, darunter ein Rumfläschchen, eine Gebäckdose und ein Kerzenhalter.
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Einordnung
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Dieses Objekt im Museum
Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR Die Gegenstände des Alltags verschwinden, je weniger bedeutsam sie erscheinen und je beiläufiger sie gebraucht werden. Den Alltagsobjekten aus der DDR hat sich das Museum Utopie und Alltag am Standort Eisenhüttenstadt verschrieben. Dort sammelt es seit 1993 - zunächst unter dem Namen Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR - Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Dokumente, Plakate und anderes mehr. Die von über 2000 Schenkern gestifteten Objekte der Sammlung bilden so etwas wie ein Sachinventar der DDR-Gesellschaft, das in wechselnden Ausstellung themenzentriert gezeigt und in der Dauerausstellung in den Kontext von Politik und Gesellschaft gestellt wird. Damit die Dinge kein Sammelsurium bilden, wird auf die Kontextualisierung durch Interviews und wissenschaftliche Erschließung der Sammlungen Wert gelegt. Die hier dokumentierten Objekte aus dem Bestand des Hauses zeigen Beispiele von Gebrauchsgegenständen, die in meist großer Verbreitung im Alltag anzutreffen waren.

