Likörkelch "Brillant"
Beschreibung
Die Kelchgläser aus dem Kelchservice "Brillant" bestehen aus mundgeblasenem Kristallglas. Die Kuppa ist in der Form eines Kegelstumpfes gestaltet, wobei sie nach unten schmaler wird und flach mit abgerundeten Ecken abschließt. Sie sitzt auf einen nach innen versetzten Sockel auf, der wiederum in ein nach unten schmaler werdendes Glasbein und eine runde Plattform übergeht. An der Außenseite ist die Trinkschale am unteren Teil mit einem geschliffenem Zahnmuster dekoriert. Ein Weinkelch aus dem Service ist unter der Inventarnummer 3027/11-DDR zu finden. Friedrich Bundtzen war ab 1938 Glasgestalter an den Vereinigten Lausitzer Glaswerken Weißwasser bei Wilhelm Wagenfeld. Später wurde er auch Wagenfelds Assistent an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin, bis Wagenfeld nach Stuttgart ging. Bundtzen kehrte 1950 nach Weißwasser zurück und wurde künstlerischer Leiter der von ihm gegründeten Werkstatt für Glasgestaltung der VVB Glas Weißwasser, aus der der VEB Kombinat Lausitzer Glas Weißwasser hervorging. Sein Kelchservice „Brillant“, welches zum Speiseservice gleichen Namens aus dem Porzellanwerk Colditz gehört, wurde 1965 mit der Goldmedaille der Leipziger Jubiläumsmesse ausgezeichnet.
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Einordnung
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Dieses Objekt im Museum
Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR Die Gegenstände des Alltags verschwinden, je weniger bedeutsam sie erscheinen und je beiläufiger sie gebraucht werden. Den Alltagsobjekten aus der DDR hat sich das Museum Utopie und Alltag am Standort Eisenhüttenstadt verschrieben. Dort sammelt es seit 1993 - zunächst unter dem Namen Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR - Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Dokumente, Plakate und anderes mehr. Die von über 2000 Schenkern gestifteten Objekte der Sammlung bilden so etwas wie ein Sachinventar der DDR-Gesellschaft, das in wechselnden Ausstellung themenzentriert gezeigt und in der Dauerausstellung in den Kontext von Politik und Gesellschaft gestellt wird. Damit die Dinge kein Sammelsurium bilden, wird auf die Kontextualisierung durch Interviews und wissenschaftliche Erschließung der Sammlungen Wert gelegt. Die hier dokumentierten Objekte aus dem Bestand des Hauses zeigen Beispiele von Gebrauchsgegenständen, die in meist großer Verbreitung im Alltag anzutreffen waren.




