Rundfunkgerät Lausitz 2011
Beschreibung
Das rote Kunststoffgehäuse mit abgerundeten Ecken zeigt dezentral auf der oberen Fläche die mit Schlitzmuster versehene Lautsprecheröffnung. Entlang der linken Kante sind zudem Belüftungsschlitze vorhanden. Die Frontseite ist mit schwarzem Kunststoff verkleidet und leicht dem restlichen Gehäuse vorgesetzt. Links an der Frontseite befindet sich eine Ruhla-Radioweckeruhr. Darunter steht in weißen Buchstaben der Markenname „Lausitz 2011“. Neben der Uhr sind drei Druckknöpfe senkrecht aufgereiht für die Auswahl des Wecksignals: ob Automatiksound, ein Summer oder das Radio. Auf der rechten Seite der Frontfläche erstreckt sich die schwarze Skala mit weißer Beschriftung. Darunter befinden sich ein Drehknopf mit silberfarbener Kunststoffverkleidung für die Lautstärke, vier Druckknöpfe und ein weiterer Drehknopf für die Sendersuche. Die Drehknöpfe sind größer als die Druckknöpfe und geriffelt statt glatt gestaltet. Die Funktionsbeschreibung der Bedienelemente ist in weißen Buchstaben gedruckt. Das Gerät steht auf einem nach innen versetzten Sockel und vier hellen Gummifüßen. Der Sockel ist mit einem Streifenmuster strukturiert. An der Rückseite sind Anschlüsse für Lautsprecher, Rekorder und Antennen angeordnet. Auf der Unterseite ist ein Originalaufkleber des Herstellers VEB Robotron-Elektronik Hoyerswerda mit dem Markennamen „Lausitz 2011“ und der MPF-Nr. H/O 285/75 angebracht sowie ein Aufkleber des Rats des Stadtbezirks Friedrichshain, Stadtbibliothek. Die Rundfunkgeräte von Robotron wurden oft vom „Zentralen Gestaltungsbüro des Industriezweiges RFT Rundfunk und Fernsehen“ in Leipzig und in den 1980er Jahren vom Gestaltungskollektiv des VEB Kombinat Rundfunk und Fernsehen entworfen. Manchmal wurden auch Designer unter Honorarvertrag genommen.
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Dieses Objekt im Museum
Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR Die Gegenstände des Alltags verschwinden, je weniger bedeutsam sie erscheinen und je beiläufiger sie gebraucht werden. Den Alltagsobjekten aus der DDR hat sich das Museum Utopie und Alltag am Standort Eisenhüttenstadt verschrieben. Dort sammelt es seit 1993 - zunächst unter dem Namen Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR - Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Dokumente, Plakate und anderes mehr. Die von über 2000 Schenkern gestifteten Objekte der Sammlung bilden so etwas wie ein Sachinventar der DDR-Gesellschaft, das in wechselnden Ausstellung themenzentriert gezeigt und in der Dauerausstellung in den Kontext von Politik und Gesellschaft gestellt wird. Damit die Dinge kein Sammelsurium bilden, wird auf die Kontextualisierung durch Interviews und wissenschaftliche Erschließung der Sammlungen Wert gelegt. Die hier dokumentierten Objekte aus dem Bestand des Hauses zeigen Beispiele von Gebrauchsgegenständen, die in meist großer Verbreitung im Alltag anzutreffen waren.






