Paltrockwindmühle Saalow
Beschreibung
Ursprünglich wurde die Saalower Paltrockwindmühle vermutlich Mitte des 19. Jahrhunderts in Schöneberg (heute Berlin) als Bockwindmühle erbaut. Im Jahr 1888 nach Mariendorf verlegt, wanderte die Mühle 1903 weiter auf den Saalower Mühlenberg, von wo sie 1937 erneut weichen musste und ihren endgültigen Standort am anderen Ende des Dorfs erhielt. Mit dem letzten Umzug erweiterte man die Bockwindmühle zu einer Paltrockwindmühle. Bis 1966 wurde die Mehlmühle durch Müllermeister Fritz Schulze mit Windkraft betrieben, bis 1971 mit Motorantrieb weiterhin geschrotet. 1972 erwarb Bernd Maywald die Mühle von der Familie Göhrmann und restaurierte die Mühle über Jahre in Eigenregie als Schauanlage. Die Mühle ist ein technisches Denkmal. Die Firsthöhe der restaurierten Mühle beträgt 16,50 m, die Spannweite der Jalousieklappenflügel beträgt 22 m. Die Mühlentechnik ist voll ausgetattet u.a. mit drei Mahlgängen, Walzenstuhl, Quetsche, drei Wurfsichtern, Sackaufzüge, Elevatoren und Silos, sowie einem Elektromotor als Hilfskraft. Die Saalower Mühle war Ausgangs-, Dreh- und Angelpunkt für Maywalds leidenschaftliches Engagement für die Dokumentation und den Erhalt von Mühlenanlagen und Mühlenkultur in der DDR. Hier zu sehen ist eine kleine Auswahl, der über Jahre entstanden Aufnahmen von der eigenen selbst restaurierten Paltrockwindmühle. BM_004 + 006: Ansicht des Mahlbodens mit den zwei (Futter-)Schrotgängen mit Mühsteinen aus Sandstein. Diese arbeiteten unabhängig vom eigentlichen Mahlsystem zur Mehlherstellung und dienten ausschließlich zur Herstellung von Futterschrot. Davor (mitte-rechts) der Steinkran BM_008: Mahlboden mit aufgenommenen Läuferstein des vorderen Schrotgangs, er hängt in der Zange des Steinkrans BM_014/022: Aufsatz auf der Steinbütte des Schrotgangs mit Rumpfzeug, Rüttelschuh und Trichter BM_017: Innenaufnahme Mahlboden BM_018/019 + 021/022: Maywalds Hinweisschilder am Zugang des Grundstücks zur Saalower Mühle BM_022_a: Detail Beschriftung BM_390: Schattenwurf der Saalower Mühle auf Getreidefeld Außerdem: Von Bernd Maywald handgefertigte Mühlen-Flyer und eine Broschüre zur Geschichte der Saalower Mühle.
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Dieses Objekt im Museum
Historische Mühle von Sanssouci und Mühlen-Archiv Die Historische Mühle von Sanssouci ist ein produzierendes technisches Museum und gehört zur UNESCO-Welterbestätte der Schlösser und Parks von Potsdam. Der Windmühlenstandort geht bis auf das Jahr 1738 zurück, als eine erste Mühle in Betrieb genommen wurde. Sie diente, wie die ihr nachfolgende, zwischen 1787-91 gebaute Galerieholländerwindmühle als Getreidemühle. Der Mahlbetrieb endete 1858 und bereits 1861 wurde die Mühle zum Denkmal erklärt. Die Holländerwindmühle brannte in den letzten Kriegstagen 1945 aus und wurde zwischen 1983-93 mit dem Ziel einer musealen Nutzung neu errichtet. In den unteren Böden im gemauerten Turm der Windmühle befindet sich die Dauerausstellung, die sich u. a. mit der Geschichte der Windmühlen im 18. und 19. Jahrhundert und der Geschichte der Historischen Mühle beschäftigt. Die Böden im darüber liegenden hölzernen Achtkant dienen der Getreideverarbeitung mittels Mühlentechnik des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Die Historische Mühle wird gemeinsam mit dem Mühlen-Archiv von der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V. betrieben. Das Mühlen-Archiv pflegt das in den 1990er Jahren entstandene Standortverzeichnis aller vorhandenen Mühlenstandorte Berlin-Brandenburgs und darüber hinaus. Es bewahrt Bildmaterial, Schriftgut und Objekte zu allen mühlenbezogenen Themen.
























