Ansicht von Zehdenick (Kreis Templin)
Beschreibung
Die Ansicht von Zehdenick im heutigen Landkreis Oberhavel wurde der "Topographie Electoratus Brandenburgici" nach S. 114 beigegeben (vgl. Inv.-Nr. 80-451-K2a). Die Radierung zeigt die Stadt von Nordosten. Linkerhand ist das Mitte des 13. Jahrhunderts gegründete Zisterzienserinnenkloster zu sehen, das nach der Reformation säkularisiert wurde. Der mit "Statt Kirche" bezeichnete Bau meint die zur gleichen Zeit wie das Kloster entstandene evangelische Kirche von Zehdenick. Am rechten Bildrand ist die Burg der Stadt dargestellt, die bis Ende des 16. Jahrhunderts unter mehrfach wechselnden Besitzern um- und ausgebaut wurde, bis sie 1528 durch Kurfürst Joachim I. gemeinsam mit dem Amt Zehdenick zurückerworben werden konnte. Die Radierung war ursprünglich mit der Ansicht von Templin auf einer Platte gedruckt (Inv.-Nr. 80-454-K2a). Bei dem Blatt aus dem Potsdam Museum handelt es sich um einen Nachdruck von der Platte aus der Zeit vor 1800. [Uta Kaiser] Originaltitel: Stättl. Zedenick.
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Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

