Ansicht von Beelitz
Beschreibung
Im Jahr 997 wurde eine slawische Siedlung mit dem Namen "Belizi" erstmals urkundlich erwähnt. 1247 wurde Beelitz durch eine heilspendende Hostie zum Wallfahrtsort. Die "Topographie Electoratus Brandenburgici" berichtet: "Anno 1247. ist das Wunderblut zu Belitz auff solche Weise außkommen / und bestätiget: Etliche Juden beredeten eine Magd / daß sie eine geweihete Hostien ihnen zugebracht / und als sie dieselbe empfingen / zerstachen sie dieselbe / dem Herrn Christo zun Unehren / und spieleten also ein neue Passion mit ihr. Aber es floß also fort ein Blut in grosser Menge herfür. Sie erschracken drüber / stelleten der Magd die Hostien wieder zu: Aber da sie dieselbe verhelen wolte / liessen sich viel Liechter / und Kertzlein sehen / biß endlich die That außgekundschafftet / die Juden / neben der Magd zur Straffe gezogen / und die Hostien zum Abgott gemacht ward [...]." Die judenfeindlichen Äußerungen galten lange als - heute widerlegter - Beleg für die erste Ansiedlung von Juden in der Mark. [Uta Kaiser] Originaltitel: Beelitz
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Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

