Potsdam vom Brauhausberg - Blick über die Havel von der Friedenskirche bis zum Flatowturm
Beschreibung
Eine möglicherweise einmal vorhanden gewesene Beschriftung, die auf den Namen des Künstlers oder des Verlegers hinwies, ist aufgrund der eng anliegenden Passepartourierung des Blattes nicht mehr möglich. Ebensowenig lässt sich aufgrund dessen die genaue Blattgröße feststellen. Die Lithographie wurde nach dem Druck aquarelliert und stellenweise gefirnisst. Teile der Malschicht haben im Laufe der Jahrzehnte mit dem Bilduntergrund reagiert und eine milchig-weiße Verfärbung ergeben - ein nicht selten auftretender chemischer Prozess von Arbeiten auf Papier des 19. Jahrhunderts. Der Blick reicht vom 1853-1856 von Johann Heinrich Strack (1805-1880) errichteten Flatowturm im Park Babelsberg bis hin zur Friedenskirche am Grünen Gitter von Sanssouci. Die Abbildung des Flatowturms ermöglicht eine Datierung des Blattes auf die Zeit um 1856. Den Mittelpunkt der Vedute bildet die wenige Jahre zuvor vollendete Kuppel der Nikolaikirche. Von Westen her hält eine Eisenbahn auf die 1846 erbaute Brücke der Strecke Potsdam-Magdeburg auf den Hauptbahnhof zu. [Uta Kaiser]
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Dieses Objekt im Museum
Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

