Ansicht der Stadt Potsdam
Beschreibung
Die Darstellung der Stadt Potsdam geht auf einen Kupferstich von Christian Friedrich Feldmann und Georg Paul Busch (gest. 1756) mit dem Blick auf die Stadt nach den beiden unter Friedrich Wilhelm I. durchgeführten Erweiterungen zurück (Inv.-Nr. 79-59-K2a). Dieser Stich wurde von den Nachfolgern des 1711 in Nürnberg verstorbenen Verlegers Johann Peter Wolff wohl als Teil einer Serie hergestellt. Darauf verweist die am unteren linken Bildrand eingefügte "N: 57". Dem Stich von Busch hinzugefügt wurden die Hinweise auf Friedrich Wilhelms I. Beinamen "Soldatenkönig": im Vordergrund sind zwei mit Säbeln bewaffnete Offiziere zu erkennen, am linken Bildrand erfolgt die Einweisung von Angehörigen des Roten Grenadier-Bataillons (besser bekannt als "Lange Kerls") in den Umgang mit Handgranaten. Auf das Konterfei des Königs verzichtete der unbekannte Stecher. Die Nummerierung der Häuser, Stadttore und Kirchen hingegen übernahm er von Busch ohne Änderungen. [Uta Kaiser]
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Dieses Objekt im Museum
Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

