Gesamtansicht der Stadt Potsdam vom Brauhausberg aus
Beschreibung
Der Kupferstecher und Radierer Johann David Schleuen gründete um 1740 einen Verlag in Berlin, der sich als einer der ersten seiner Zunft auf Veduten preußischer Städte spezialisierte. Der Verlag wurde bis in die ersten Jahre des 19. Jahrhunderts hinein von seinen Nachkommen weitergeführt. Dieses Blatt mit der Ansicht auf die Stadt Potsdam vom Brauhausberg entstand circa zwanzig Jahre nach der bekannten Vedute von Georg Paul Busch (vgl. Inv.-Nr. 79-59-K2a). Die für das Bild des Stadtkerns markantesten Veränderungen betreffen den Neubau des Stadtschlosses durch Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff (1699-1753) mit Havel- und Ringerkolonnaden und die Errichtung zahlreicher Wohnhäuser mit Soldatenunterkünften. Das 1755 fertiggestellte Alte Rathaus und die Schaufassade der Nikolaikirche, ab 1752 nach dem Vorbild von Santa Maria Maggiore in Rom errichtet, sind noch nicht zu sehen. Den älteren Veduten von Potsdam folgend, informiert die Legende am oberen Bildrand über die bedeutendsten Gebäude der Stadt. [Uta Kaiser] Originaltitel: Prospect der Königl. Preuß. Stadt Potsdam
Details und verwandte Objekte
Einordnung
Schlagworte
Dieses Objekt im Museum
Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

