Facsimile eines Sonetts von Rafael in der Sammlung des Britischen Museums

Faksimile eines Sonetts von Raffael; nach Raffael. Lithografie von Ludwig Theodor Zöllner, 1839. Beschriftet über dem Bild rechts: „Tab. XII“ unter dem Bild links: „Gez. von J.D. Passavant“, rechts: „Lith. von L. Zoellner“, darunter Bildtitel. Thomas Deuer CC BY-NC-SA

Beschreibung

Faksimile eines Sonetts von Raffael; nach Raffael. Lithografie von Ludwig Theodor Zöllner, 1839. Dargestellt sind links und in der Mitte Skizzen von Personen, dazwischen Skizze eines Fußes, rechts oben bis Mitte Faksimile eines handschriftlich notierten Sonetts von Raffael. Beschriftet über dem Bild rechts: „Tab. XII.“, unter dem Bild links: „Gez. von J.D. Passavant“, rechts: „Lith. von L. Zoellner“, darunter Bildtitel. Die Abbildung stammt aus dem „Atlas“ zu dem von Johann David Passavant herausgegebenen dreibändigen Werk „Rafael von Urbino und sein Vater Giovanni Santi“. In der Mappe waren zwölf Druckgrafiken nach Werken von Raffael und Giovanni Santi versammelt. Mit dem Abdruck eines Notizblattes aus dem Nachlass wollte Passavant seinem Publikum anscheinend Einblick in die Arbeitsweise Raffaels geben und zugleich zeigen, dass der Renaissance-Meister nicht nur in der bildenden Kunst, sondern auch literarisch bewandert war. Zur Darstellung der flüchtig hingeworfenen Zeichnungen und Notizen eignete sich offenbar der neuartige Steindruck (Lithografie) besser als Kupferstich oder Radierung. Neben der vorliegenden, befinden sich noch weitere der Tafeln der Serie in der Wredow-Kunstsammlung (vgl. hier V01699Kb) | Wolfgang Rose

ObjektartDruckgrafik
MaßeHxB 250 x 383 mm
MaterialPapier / Lithografie
InventarnummerV03669KbSt
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:51
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Stiftung Wredowsche Zeichenschule Brandenburg/Havel CC BY-NC-SA

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Stiftung Wredowsche Zeichenschule Brandenburg/Havel

Die Stiftung Wredowsche Zeichenschule ging aus einer 1870 gegründeten gewerblichen Zeichenschule hervor. Hier sollten Handwerker in der ansprechenden, materialgerechten Gestaltung ihrer Produkte unterrichtet werden. Ab 1871 wurde die Schule von dem aus Brandenburg stammenden Berliner Bildhauer August Wredow (1804-1891) mit Geld, Unterrichtsmitteln und Kunstgegenständen unterstützt. Schon bald erhielt die Einrichtung daher seinen Namen. Wredow finanzierte größtenteils den Bau eines eigenen, 1878 eröffneten, Schulgebäudes. Um sein Engagement auf eine dauerhafte Grundlage zu stellen, gründete der Mäzen 1883 die Stiftung und versah sie mit einem ansehnlichen Kapital. Nach seinem Tod erbte die Stiftung die gesamte private Kunstsammlung und Kunstbibliothek Wredows. In den folgenden Jahrzehnten war die Wredowsche Zeichenschule für zahlreiche Brandenburger eine wichtige Stätte eigener künstlerischer Erfahrungen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stellten Stiftung und Schule ihre Arbeit ein und wurden erst 1990 wiederbelebt. Seit 1996 haben sie ihren Sitz wieder im historischen Schulgebäude am Wredowplatz in Brandenburg. Die staatlich anerkannte Kunstschule richtet sich hauptsächlich an Kinder und Jugendliche mit kreativem Interesse sowie an Handwerker. Das Unterrichtsspektrum ist modern und breit gefächert. Zeichnen, Malen, plastisches und experimentelles Gestalten, Kommunikationsdesign und Grafik, aber auch Zirkus- und Theaterkurse werden angeboten. Wesentliche Säulen der Stiftung waren von jeher die Kunstsammlung und die Kunstbibliothek. Der Bildhauer Wredow sammelte Kunstwerke und Bücher zunächst vermutlich auf Grund ihn interessierender künstlerischer Aspekte. Mit seinem zunehmenden Engagement für die Zeichenschule dürfte der Sammlungszweck stärker davon bestimmt worden sein, dass die Objekte einerseits als Anschauungsmaterial für den Unterricht dienten, andererseits die „Teilnahme des Publikums an der Pflege des guten Geschmacks“ (§ 2 c Stiftungsstatut) anregen sollten. Die Sammlung umfasst etwa 20.000 Objekte, hauptsächlich Druckgrafiken aus fünf Jahrhunderten, aber auch Gemälde und Skulpturen. Sie wird seit 1950, ebenso wie die historische Kunstbibliothek im Stadtmuseum Brandenburg aufbewahrt. Mit Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Stadt Brandenburg wurde 2017 begonnen, die Bestände der Kunstsammlung aufzuarbeiten und schrittweise der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Da die Erfassung der Sammlung im Rahmen dieses Projektes noch nicht abgeschlossen ist, ist ihre Nutzung für wissenschaftliche, publizistische und andere Zwecke zurzeit nur stark eingeschränkt möglich.

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