Illuminationslampe, Museum Baruther Glashütte Samira Quanz CC BY-NC-SA

Beschreibung

Illuminationslampe, durchgefärbtes Glas, Nuppen durch Glasform-Negativ, verschiedene Farben. Studioglas. Draht zum Aufhängen. Die Lampen aus farbigem Glas sind historischen Vorbildern nachempfunden. In ähnlicher Form waren sie um 1800 bei Parkfesten in Potsdam in Gebrauch. Originale finden sich in der Sammlung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten und werden u.a. in der Meierei auf der Potsdamer Pfaueninsel. Die meisten Glasfarben verdanken sich der Zugabe von Metalloxyden. Diese wurden den Rohstoffen Sand, Kalk und Soda oder Pottasche zugemischt. Eisen ergibt, je nach Wertigkeit, grün oder braun. Kobalt färbt blau, Gold rot, Kryolith/Schafsknochenasche weiß u.v.m. Der Studioofen in Glashütte arbeitet nicht mit durchgefärbter Glasmasse. Vielmehr ist im Schmelztiegel in Glashütte ausschließlich farbloses Glas, das mit der Technik eines Farbzapfens außerhalb des Ofens opak gefärbt wird. Der Farrand wird durch einen so hergestellten Glasfaden erreicht. Glas wird auch als eine "unterkühlte Flüssigkeit" bezeichnet. Glas lässt sich nur oberhalb von 600 Grad Celsius hüttentechnisch verarbeiten. Nach der Fertigung muss Glas (nicht kristalliner Werkstoff) zur "Entspannung" über mehrere Stunden in einen Kühlofen. Die Herstellung wird im Glasstudio im Museum Baruther Glashütte vorgeführt und ist Teil des Immateriellen Kulturerbes der manuellen Fertigung von mundgeblasenem Hohl- und Flachglas. Manufakturwaren aus Glashütte – Sonderaktion in Krisenzeiten Der Museumsshop liefert weiterhin Manufakturwaren aus dem Glasstudio. Dieses Produkt ist lieferbar während der "Corona-Schließung" des Museums. Bestellen Sie gerne per Telefon oder Email. Da wir alle auch ökonomisch unter der Gesundheitskrise leiden, haben wir die handgemachten Unikate um 10 Prozent reduziert. Ab einem Bestellwert von 30 Euro ist der Versandt zusätzlich portofrei. Illuminationslampe - Sonderpreis 10,50 Euro Kontakt/Bestellung: Museum Baruther Glashütte, Hüttenweg 20, 15837 Baruth/Mark info@museumsdorf-glashuette.de; Tel. 033704/980914 www.museumsdorf-glashuette.de

ObjektartIlluminationslampe
Maßenoch nachtragen
MaterialGlas, mundgeblasen, hüttentechnisch gefärbt, Metalldraht
Inventarnummer200490
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:51
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Museum Baruther Glashütte CC BY-NC-SA

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Museum Baruther Glashütte

Das Museum Baruther Glashütte ist spezialisiert auf Glas- und Technikgeschichte. Es ist ein authentischer Standort der Industriekultur in der Werkssiedlung Baruther Glashütte, die seit 1716 entstanden ist. Die Museumsgebäude „Neue Hütte“ (Bj. 1861), Dampfschleiferei (Bj. 1894) und „Haus am Hüttenbahnhof“ (Bj. 1875) sind Einzeldenkmale und Teil eines Ensembles aus über 30 Gebäuden, die selbst als Exponate zu werten sind. Das Museum ist Mit-Initiator einer Initiative, die 2023 erfolgreich der manuellen Glasfertigung von mundgeblasenem Hohl- und Flachglas den UNESCO-Status des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit verschafft hat und zeigt regelmäßig Sonderausstellungen zu Themen der Geschichte des Glases und der allgemeinen Kulturgeschichte. In der Neuen Hütte wird die über 3000-jährige Geschichte des Glases sowie die über 300-jährige Betriebsgeschichte der Baruther Glashütte in der Standesherrschaft Solms-Baruth erzählt, die bis 1815 zu Sachsen gehörte. Im 1. OG findet sich eine Darstellung der physikalischen und chemischen Eigenschaften des Glases, die Beschreibung der Blütezeit im 19. Jahrhundert sowie der Anfänge und des Niedergangs bis zur Schließung im Jahr 1980. Auch werden Aspekte des sozialen Lebens des Arbeitermilieus behandelt. Vom Auftaktraum, der historischen Hafenstube, gelangen die Besuchenden in die imposante Ofenhalle. Dort beeindruckt die historische Einrichtung und insbesondere der Siemens-Wannenofen mit 20 Tonnen erkalteten Glases. In der Ofenhalle befindet sich auch ein Glasstudio, das den Gästen einen praktischen Einblick in die uralte Technik der manuellen Glasfertigung gewährt und das Mitmachangebot „selbst Glas blasen“ anbietet. Weitere museumspädagogische Aktionen können gebucht werden. Die Abteilung „Burger-Ausstellung“ widmet sich in der historischen Dampfschleiferei Leben und Werk von Reinhold Burger (1866-1954). Er ist der Erfinder der Thermosflasche (1903) und auch ein Pionier der Röntgentechnologie (Herstellung der ersten Röntgenröhre in Berlin im Jahr 1896). Die Burger-Ausstellung gewährt Einblicke in die Beziehungsgeschichte zwischen Glas und technischem Fortschritt (Vakuumtechnik, Dewar-Gefäße u.v.m.). Das Museum verfügt rund 5000 Objekte, darunter Trink- und andere Gläser von der Antike bis zur heutigen Studioglasbewegung. Einen wesentlichen Bestandteil bilden zudem Werkzeuge der Glasherstellung, insbesondere zur Fertigung von „Großzeug“ und Beleuchtungsglas, was sich auch in der bedeutenden Sammlung von Lampenschirmen widerspiegelt. Darüber hinaus ist die historische Überlieferung der Baruther Glashütte in einem Betriebsarchiv dokumentiert, das Akten aus dem 19. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt auf der „VEB-Zeit“ enthält. Link für unserer aktuellen Sonderausstellung: https://www.baruther-glashuette.de/museum/sonderausstellungen/ Kontakt: Hüttenweg 20 15837 Baruth/Mark GT Glashütte Tel: 033704-9809-14 Fax: 033704-9809-22 E-Mail: info@museumsdorf-glashuette.de

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