Digitalisierungslabor der FH Potsdam CC BY-NC-SA

Beschreibung

Die Sicht auf die Stadt Potsdam von Babelsberg zählt neben der vom Brauhausberg zu den am häufigsten gewählten in der Druckgraphik bis zum 19. Jahrhundert. Den Standpunkt oberhalb des in die Havel hervorkragenden Lehmhorns wählten v.a. um die 1850er Jahre herum zahlreiche Künstler. Nicht alle hatten Potsdam jemals wirklich bereist. Der aus der Nähe von Nürnberg stammende Ludwig Rohbock (1824-1893), der die Vorzeichnung für diesen Stahlstich des ebenfalls aus dem Süddeutschen gebürtigen Johann Poppel (1807-1882) lieferte, hat Potsdam vermutlich nie gesehen, sondern wird nach bereits vorhandenen Vorlagen gearbeitet haben - ein für die Blütezeit der Vedute in der Mitte des 19. Jahrhunderts durchaus übliches Verfahren. Der kolorierte Stahlstich wurde mit Aquarell und Deckfarben nachträglich bearbeitet, stellenweise gefirnisst, so dass der Träger kaum mehr zu erkennen ist. [Uta Kaiser]

ObjektartGrafik
MaßeBlatt: 11 x 16,5 cm
MaterialStahlstich, mit Aquarell und Deckfarben koloriert, lokal gefirnisst
Inventarnummer80-337-K2a
Stand der Infomationen2025-06-20 15:36:09
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Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte CC BY-NC-SA

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Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte

Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

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