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Beschreibung

Das Mittelstück der Halbinsel vor Potsdam trägt den Namen Tornow. Seit dem 18. Jahrhundert ist hier Industrie inmitten der Landschaft nachweisbar, wie Hans-Joachim Giersberg und Adelheid Schendel in der Publikation "Potsdam im Bild des 18. und 19. Jahrhunderts" aus dem Jahr 1982 nachwiesen. Ein englischer Kunsttischler legte 1767 eine Lederfabrik und Lohgerberei an, die zu Beginn der 1770er Jahre in den Besitz des Berliner Daniel Itzig überging. Dessen Enkel wiederum, Julius Hitzig, lud zu Beginn des 19. Jahrhunderts literarische Größen zu Treffen auf dem Tornow ein, darunter Adalbert von Chamisso und E.T.A. Hoffmann, der den Tornow in der Erzählung "Der Elementargeist" verewigte. Der mit Vornamen nicht bekannte Porzellanmaler, Zeichner und Lithograph W. Escher (gest. 1871 in Berlin) fertigte diese Lithographie nach einer eigenen Zeichnung um das Jahr 1830 an. Im Vordergrund sind weidende Kühe zu sehen, rechts ein auf einen Stock gestützter Spaziergänger mit Hund. Über die Havelbucht hinweg ist rechts neben der Bildmitte die Garnisonkirche in Frontalansicht zu erkennen, links davon das Militärwaisenhaus. Über die Hügel wird der Blick bis nach Sanssouci weiter gelenkt. [Uta Kaiser] Originaltitel: Potsdam. Aufgenommen unweit des Weges nach der Lohgerberei

ObjektartGrafik
MaßeBlatt: 34,5 x 44,5 cm
MaterialLithografie
Inventarnummer80-405-K2a
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:52
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Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte CC BY-NC-SA

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Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte

Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

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