Blick von Babelsberg über die Nuthewiesen auf Potsdam
Beschreibung
Der Blick reicht in dieser Neuauflage der ursprünglich bei Jean Pascal (vgl. Potsdam Museum, Inv.-Nr. 79-78-K2b) in Berlin erschienenen Ansicht über die Nuthewiesen und den Tiefen See hinweg bis zur Stadt Potsdam. Zwischen Erst- und Zweitauflage der Serie mit Radierungen von Adrian Zingg (1734-1816) nach Sebastian Karl Christian Reinhardt (1733-1827) war die Nikolaikirche abgebrannt. Verändert wurde das Blatt dennoch nicht. Im Vordergrund dieser und der anderen sechs heute noch nachweisbaren Blätter steht die Landschaft mit dem sommerlichen Treiben auf Wiesen und an Seeufern. In dieser Ansicht sind im Vordergrund Figuren bei der Heuernte zu erkennen; einige von ihnen haben auf einem umgestürzten Baumstamm Platz genommen und lenken den Blick des Betrachters in einer quer über die Felder führenden Diagonale auf die Türme der Stadt im Bildhintergrund. [Uta Kaiser] Originaltitel: Gegend an der Havel bey Potsdam
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Dieses Objekt im Museum
Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

