Handrick, Roland (1998) CC BY-NC-SA

Beschreibung

Das 1675 entstandene Bildnis zeigt Kurfürstin Dorothea von Brandenburg (1636-1689) im Alter von 39 Jahren. Sie ist im Kurmantel und in einem silberweißen Kleid, das mit üppigen Perlenschnüren und Steinschmuck verziert ist, sitzend wiedergegeben. Neben ihr liegt der Kurhut auf einem mit kostbarem Goldbrokat verkleideten Tisch, während sie von einer gleichartigen Draperie hinterfangen wird. Bereits seit sieben Jahren war Kurfürstin Dorothea zu dieser Zeit mit dem Großen Kurfürsten verheiratet und hatte ihm fünf Kinder geboren. Ihre Tochter Dorothea sollte nur wenige Wochen nach Anfertigung des Bildnisses im Juni 1675 geboren werden. Ihr folgte zwei Jahre später ein weiterer Bruder. Der Haager Porträtmaler Jan de Baen hatte im April oder Mai des Jahres 1675 Bildnisse des brandenburgischen Kurfürsten und seiner hochschwangeren Ehefrau während ihres zweiwöchigen Aufenthaltes in Den Haag angefertigt. Den Gepflogenheiten der damaligen Malerei entsprechend wurde die Schwangerschaft jedoch nicht im Bild thematisiert. Mit den Bildnissen war der Kurfürst derart zufrieden, dass er de Baen das Prädikat eines kurbrandenburgischen Hofporträtisten verlieh, ohne dass der in Den Haag gut verdienende Künstler jemals an den damals wesentlich rückständigeren Berliner Hof zog. In dem hier gezeigten Bildnis wiederholte De Baen noch im Jahr der Anfertigung des Bildnispaares das Porträt Dorotheas in leicht veränderter Form. Das Gemälde wird heute im Schloss Caputh präsentiert. Dr. Alexandra Nina Bauer

ObjektartGemälde
Maßeohne Rahmen: Höhe: 143.00 cm Breite: 105.00 cm
MaterialÖl auf Leinwand
InventarnummerGK I 3008
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:51
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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg CC BY-NC-SA

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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft bei Potsdam errichten. Der Gartengestalter Peter Joseph Lenné fasste im 19. Jahrhundert mehrere dieser Schloss- und Gartenensembles zu einer Kulturlandschaft zusammen, die 1990 in die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde. Die 1995 gegründete Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) pflegt diesen Reichtum brandenburgisch-preußischer Geschichte, betreut die Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen und macht sie auf vielfältige Weise der Öffentlichkeit zugänglich. Die SPSG ist ein Zusammenschluss der nach 1945 getrennten Schlösserverwaltungen in Potsdam und West-Berlin und knüpft an die bereits 1927 im Zuge der Vermögensauseinandersetzung mit dem Haus Hohenzollern gegründete preußische Schlösserverwaltung an. Derzeit verwaltet die SPSG über 150 historische Bauwerke sowie rund 800 Hektar Gartenanlagen. Über 30 Häuser aus fünf Jahrhunderten mit ihren hochkarätigen Kunstsammlungen sind der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich. Dazu gehören in Potsdam u.a. das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, das Neue Palais und Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci sowie das Marmorpalais und Schloss Cecilienhof im Potsdamer Neuen Garten. In Berlin betreut die SPSG Schloss und Garten Charlottenburg, Jagdschloss Glienicke, Schloss Schönhausen und die Pfaueninsel. Hinzu kommen die märkischen Schlösser Rheinsberg, Königs Wusterhausen, Caputh und Paretz sowie das Schlossmuseum Oranienburg.

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