Kurfürstin Louise Henriette von Brandenburg (1627-1667), Prinzessin von Oranien

Pfauder, Wolfgang (2002) CC BY-NC-SA

Beschreibung

Das um 1665 entstandene Bildnis zeigt Kurfürstin Louise Henriette von Brandenburg im Ausschnitt des Kniestücks vor einer Felswand, die auf der linken Bildseite den Blick in eine idyllische Landschaft im Abendlicht freigibt. Die Dargestellte ist in ein silberweißes Kostüm mit einem lockeren hellblauen Überwurf gekleidet und trägt Perlenschmuck. Während ihre Linke elegant auf einem Felsstück aufliegt, hält sie in der Rechten einen Orangenzweig, der auf ihre Herkunft aus dem Hause Oranien verweist. 1646 hatte Louise Henriette von Oranien-Nassau den Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg geheiratet. Sie gebar ihm sechs Kinder, von denen jedoch nur drei die Mutter und nur eines (Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg/König Friedrich I. in Preußen) den Vater überleben sollten. Das Bildnis Louise Henriettes entstand vermutlich nur wenige Jahre beziehungsweise Monate vor dem Tod der neununddreißigjährigen Kurfürstin im Jahr 1667. Es entspricht in seiner Komposition, der eleganten Haltung und farbenfrohen Kleidung der am Hofe beliebten Haager Porträtmalerei der 1660er und 1670er Jahre. Der aus Den Haag stammende Maler Jan Mijtens (1613/1614) gehörte zu den bedeutendsten Vertretern dieser Porträtrichtung. Während das Bildnis in seiner Gesamtstruktur dem Oeuvre des Künstlers sehr nahekommt, verweist die Ausführung im Detail, speziell dem Pinselduktus, auf die Hand eines Kopisten des 17. Jahrhunderts. Werke von Jan Mijtens, vor allem Bildnisse von Mitgliedern der Fürstenfamilien Oranien-Nassau, Nassau-Dietz, Hohenzollern und Anhalt-Dessau wurden häufig kopiert, meist wenige Jahre nach der Fertigstellung des Originals. Kopien gingen unter anderem an Verwandte, Bekannte und Bedienstete der Auftraggeber des Originalbildnisses, so vermutlich auch in diesem Fall. Als Kopist nach Gemälden von Mijtens sind unter anderem die Maler Poul van der Stock und Jean Gericot bekannt. Das Bildnis der Kurfürstin wurde in den 1990er Jahren im Kunsthandel erworben. Derzeit wird es im Schloss Oranienburg präsentiert. Dr. Alexandra Nina Bauer

ObjektartGemälde
Maßeohne Rahmen: Höhe: 112.00 cm Breite: 88.00 cm
MaterialÖl auf Leinwand
InventarnummerGK I 50963
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:51
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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg CC BY-NC-SA

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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft bei Potsdam errichten. Der Gartengestalter Peter Joseph Lenné fasste im 19. Jahrhundert mehrere dieser Schloss- und Gartenensembles zu einer Kulturlandschaft zusammen, die 1990 in die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde. Die 1995 gegründete Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) pflegt diesen Reichtum brandenburgisch-preußischer Geschichte, betreut die Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen und macht sie auf vielfältige Weise der Öffentlichkeit zugänglich. Die SPSG ist ein Zusammenschluss der nach 1945 getrennten Schlösserverwaltungen in Potsdam und West-Berlin und knüpft an die bereits 1927 im Zuge der Vermögensauseinandersetzung mit dem Haus Hohenzollern gegründete preußische Schlösserverwaltung an. Derzeit verwaltet die SPSG über 150 historische Bauwerke sowie rund 800 Hektar Gartenanlagen. Über 30 Häuser aus fünf Jahrhunderten mit ihren hochkarätigen Kunstsammlungen sind der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich. Dazu gehören in Potsdam u.a. das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, das Neue Palais und Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci sowie das Marmorpalais und Schloss Cecilienhof im Potsdamer Neuen Garten. In Berlin betreut die SPSG Schloss und Garten Charlottenburg, Jagdschloss Glienicke, Schloss Schönhausen und die Pfaueninsel. Hinzu kommen die märkischen Schlösser Rheinsberg, Königs Wusterhausen, Caputh und Paretz sowie das Schlossmuseum Oranienburg.

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