unbekannt CC BY-NC-SA

Beschreibung

Das 1667 entstandene Bildnis des siebzehnjährigen Wilhelms (III.) von Oranien-Nassau entstand für die Großmutter des Dargestellten, Amalia von Solms-Braunfels (1602-1675), als Teil einer Serie von fünf gleichformatigen Porträts ihrer Enkel, die sie gemeinsam mit Bildnissen ihrer Kinder und weiterer Enkel in ihrem Goldenen Kabinet im Oude Hof (heutiger Paleis Noordeinde) präsentierte. Zu dieser Serie gehörten vier Bildnisse ihrer Enkel aus den Häusern Hohenzollern (Kurprinz Karl Emil, GK I 7417; Friedrich GK I 7416) und Nassau-Dietz (Hendrik Casimir II.; GK I 7419; Amalia, GK I 7421, Kriegsverlust), die der Haager Porträtist Jan de Baen um 1667 als Kopien nach Bildnissen seines Haager Kollegen Jan Mijtens geschaffen hatte. Das zentrale Gemälde dieser Serie war jedoch das vom Haager Maler Jan de Baen geschaffene Bildnis von Amalias ältestem Enkel, Wilhelm III. von Oranien-Nassau , der 1650 eine Woche nach dem Tod des Vaters Willem II. von Oranien-Nassau geboren wurde. 1651 übernahm der Große Kurfürst gemeinsam mit der Mutter und der Großmutter des Kindes die Vormundschaft für Willem, die bis 1668 andauern sollte. 1672 wurde Willem III. zum Feldmarschall und Statthalter der Republik der Vereinigten Niederlande ernannt. Die Serie befand sich bis zum Tod der Statthalterwitwe in deren Besitz und wurde 1675 an ihre Tochter Henriette Catharina von Anhalt-Dessau vererbt, die es in ihre Sammlung integrierte. Ungefähr in dieser Zeit wurde die Bildnisreihe durch einen unbekannten Maler noch um das Porträt einer anhaltischen Enkelin Amalias ergänzt (GK I 7418). Henriette Catharina von Anhalt-Dessau vermachte die Bildnisreihe 1708 ihrer Tochter Johanna Charlotte Markgräfin von Brandenburg-Schwedt. Nach dem Aussterben der Linie Brandenburg-Schwedt gelangte die Serie schlussendlich vom Schloss Schwedt ins Berliner Schloss und wird seit 2001 mit Ausnahme des Bildnisses der Amalia von Nassau-Dietz (seit 1945 Kriegsverlust) im Schloss Oranienburg präsentiert. Dr. Alexandra Nina Bauer

ObjektartGemälde
Maßeohne Rahmen: Höhe: 66.00 cm Breite: 48.00 cm – mit Rahmen: Höhe: 72.50 cm Breite: 57.00 cm Tiefe: 5.50 cm
MaterialÖl auf Leinwand
InventarnummerGK I 7418
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:51
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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg CC BY-NC-SA

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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft bei Potsdam errichten. Der Gartengestalter Peter Joseph Lenné fasste im 19. Jahrhundert mehrere dieser Schloss- und Gartenensembles zu einer Kulturlandschaft zusammen, die 1990 in die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde. Die 1995 gegründete Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) pflegt diesen Reichtum brandenburgisch-preußischer Geschichte, betreut die Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen und macht sie auf vielfältige Weise der Öffentlichkeit zugänglich. Die SPSG ist ein Zusammenschluss der nach 1945 getrennten Schlösserverwaltungen in Potsdam und West-Berlin und knüpft an die bereits 1927 im Zuge der Vermögensauseinandersetzung mit dem Haus Hohenzollern gegründete preußische Schlösserverwaltung an. Derzeit verwaltet die SPSG über 150 historische Bauwerke sowie rund 800 Hektar Gartenanlagen. Über 30 Häuser aus fünf Jahrhunderten mit ihren hochkarätigen Kunstsammlungen sind der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich. Dazu gehören in Potsdam u.a. das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, das Neue Palais und Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci sowie das Marmorpalais und Schloss Cecilienhof im Potsdamer Neuen Garten. In Berlin betreut die SPSG Schloss und Garten Charlottenburg, Jagdschloss Glienicke, Schloss Schönhausen und die Pfaueninsel. Hinzu kommen die märkischen Schlösser Rheinsberg, Königs Wusterhausen, Caputh und Paretz sowie das Schlossmuseum Oranienburg.

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