Die fünf ältesten Kinder König Karls I. von England
Beschreibung
Das Gemälde entstand in den letzten Lebensjahren des flämischen Künstlers, der seit 1632 der führende Porträtmaler am englischen Hofe war. Das nahezu gleichgroße Original des Bildes befindet sich in den Königlichen Sammlungen (The Royal Collection Trust) auf Schloss Windsor. Dargestellt sind der englische Thronfolger Karl (II., in der Mitte), sein Bruder Jakob, sowie seine Schwestern Maria, Elisabeth und Anne im Kindesalter. Das Gemälde stammt aus der Sammlung von Amalia von Solms, die es im Audienzzimmer ihres Witwensitzes, dem heutigen Paleis Noordeinde in Den Haag, präsentiert hatte. Zwei der dargestellten Prinzen und Prinzessinnen kamen als potentielle Ehekandidaten für ihre beiden ältesten Kinder in Betracht. Schließlich ging nur ihr Sohn Wilhelm 1641 die Ehe mit der links im Bild dargestellten Maria ein. Ihre Tochter Louise Henriette heiratete jedoch anstelle des englischen Thronfolgers den brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1620-1688). 1675 erbte Kurprinz Friedrich von Brandenburg das Gemälde von seiner Großmutter, so dass es Eingang in die kurbrandenburgischen und später preußischen Sammlungen fand. Zunächst präsentierte es der Große Kurfürst allerdings bis zu seinem Tod in seiner Gemäldegalerie im Berliner Schloss, wo es Gregorio Leti 1687 erwähnte. Heute wird das Porträt im Schloss Oranienburg gezeigt. Dr. Alexandra Nina Bauer
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Dieses Objekt im Museum
Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft bei Potsdam errichten. Der Gartengestalter Peter Joseph Lenné fasste im 19. Jahrhundert mehrere dieser Schloss- und Gartenensembles zu einer Kulturlandschaft zusammen, die 1990 in die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde. Die 1995 gegründete Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) pflegt diesen Reichtum brandenburgisch-preußischer Geschichte, betreut die Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen und macht sie auf vielfältige Weise der Öffentlichkeit zugänglich. Die SPSG ist ein Zusammenschluss der nach 1945 getrennten Schlösserverwaltungen in Potsdam und West-Berlin und knüpft an die bereits 1927 im Zuge der Vermögensauseinandersetzung mit dem Haus Hohenzollern gegründete preußische Schlösserverwaltung an. Derzeit verwaltet die SPSG über 150 historische Bauwerke sowie rund 800 Hektar Gartenanlagen. Über 30 Häuser aus fünf Jahrhunderten mit ihren hochkarätigen Kunstsammlungen sind der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich. Dazu gehören in Potsdam u.a. das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, das Neue Palais und Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci sowie das Marmorpalais und Schloss Cecilienhof im Potsdamer Neuen Garten. In Berlin betreut die SPSG Schloss und Garten Charlottenburg, Jagdschloss Glienicke, Schloss Schönhausen und die Pfaueninsel. Hinzu kommen die märkischen Schlösser Rheinsberg, Königs Wusterhausen, Caputh und Paretz sowie das Schlossmuseum Oranienburg.

