Spitzkelch mit Monogramm FR und Krone
Beschreibung
Spitzkelch aus farblosem Glas mit winzigen Luftblaseneinschlüssen, Abrissnarbe am Boden, Scheibenfuß mit umgelegtem Rand, der Schaft mit einzelner, eingestochener Luftblase. Die Wandung ist mit dem mattgeschnittenen Monogramm "FR" (Fridericus Rex) in Ligatur unter Krone verziert, verwärmter Mündungsrand. Die Form ist auch als "Grenadierglas" bekannt. Dieser weit verbreitete Pokaltyp, dessen sich konisch weitender Schaft nahtlos in die trichterförmige Kuppa übergeht und in der Regel eine oder mehrere Luftblaseneinschlüsse enthält, wurde in größerer Stückzahl ab 1740 von der Zechliner Glasmanufaktur gefertigt (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Abb. 46, S. 101; Rückert, Die Glassammlung des Bayerischen Nationalmuseums, Bd. 2, 1982, Kat. Nr. 823). Das Monogramm bestätigt eine Datierung in die Regierungszeit Friedrichs II., 1740 bis 1788. Das Glas stammt aus dem Nachlass von Louis Straub und wurde 2016 angekauft. Verena Wasmuth
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Dieses Objekt im Museum
Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft bei Potsdam errichten. Der Gartengestalter Peter Joseph Lenné fasste im 19. Jahrhundert mehrere dieser Schloss- und Gartenensembles zu einer Kulturlandschaft zusammen, die 1990 in die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde. Die 1995 gegründete Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) pflegt diesen Reichtum brandenburgisch-preußischer Geschichte, betreut die Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen und macht sie auf vielfältige Weise der Öffentlichkeit zugänglich. Die SPSG ist ein Zusammenschluss der nach 1945 getrennten Schlösserverwaltungen in Potsdam und West-Berlin und knüpft an die bereits 1927 im Zuge der Vermögensauseinandersetzung mit dem Haus Hohenzollern gegründete preußische Schlösserverwaltung an. Derzeit verwaltet die SPSG über 150 historische Bauwerke sowie rund 800 Hektar Gartenanlagen. Über 30 Häuser aus fünf Jahrhunderten mit ihren hochkarätigen Kunstsammlungen sind der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich. Dazu gehören in Potsdam u.a. das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, das Neue Palais und Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci sowie das Marmorpalais und Schloss Cecilienhof im Potsdamer Neuen Garten. In Berlin betreut die SPSG Schloss und Garten Charlottenburg, Jagdschloss Glienicke, Schloss Schönhausen und die Pfaueninsel. Hinzu kommen die märkischen Schlösser Rheinsberg, Königs Wusterhausen, Caputh und Paretz sowie das Schlossmuseum Oranienburg.

