Pfauder, Wolfgang (2017) CC BY-NC-SA

Beschreibung

Pokal aus farblosem Glas, leicht ansteigender Fuß mit als Blattborte mattiertem Rundbogendekor am Rand, verschliffener Abriss am Boden. Angesetzter Schaft aus geschnürtem Baluster mit eingestochener Luftblase zwischen Nodi, mattierter Spitzblattfries am Ansatz der becherförmigen Kuppa. Auf der Wandung das Monogramm "FWR" (Fridericus Wilhelmus Rex) für Friedrich Wilhelm I. flankiert von Palmwedeln. Auf der Gegenseite ein fliegender Adler in einem achtstrahligen Ordensstern mit der Devise "SUUM CUIQUE" (Jedem das Seine). Am Mündungsrand eine mattierte Bordüre aus zwei Querstrichen alternierend mit Kugelungen, darunter ein eng gesetzter und polierter Kugelfries. Der Deckel scheint nicht zugehörig. Er trägt auf der Schulter eine mattgeschnittene Blattranke, der angesetzte Knauf aus Nodus und Baluster ist wabenfacettiert. Stern und Devise beziehen sich auf den 1701 von Friedrich I. gestifteten Schwarzen Adlerorden. Das Monogramm datiert den Pokal in die Regierungszeit seines Sohnes Friedrich Wilhelm I., 1713 bis 1740, der zu den ersten Rittern des Ordens gehörte. Wie viele Gläser der Potsdamer Hofmanufaktur trägt der Pokal bereits fortgeschrittene Anzeichen der Glaskrankheit. Er wurde 2016 als Deckelpokal aus dem Nachlass des Kunsthändlers Louis Straub (1896–1977) angekauft. Verena Wasmuth

ObjektartPokal
MaßeHauptmaß: Höhe, ohne Deckel: 17.00 cm Höhe, mit Deckel: 26.00 cm Durchmesser (oben): 8.70 cm Durchmesser (unten): 9.20 cm
MaterialGlas, farblos, geschliffen, geschnitten
InventarnummerXIII 1685
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:51
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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg CC BY-NC-SA

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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft bei Potsdam errichten. Der Gartengestalter Peter Joseph Lenné fasste im 19. Jahrhundert mehrere dieser Schloss- und Gartenensembles zu einer Kulturlandschaft zusammen, die 1990 in die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde. Die 1995 gegründete Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) pflegt diesen Reichtum brandenburgisch-preußischer Geschichte, betreut die Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen und macht sie auf vielfältige Weise der Öffentlichkeit zugänglich. Die SPSG ist ein Zusammenschluss der nach 1945 getrennten Schlösserverwaltungen in Potsdam und West-Berlin und knüpft an die bereits 1927 im Zuge der Vermögensauseinandersetzung mit dem Haus Hohenzollern gegründete preußische Schlösserverwaltung an. Derzeit verwaltet die SPSG über 150 historische Bauwerke sowie rund 800 Hektar Gartenanlagen. Über 30 Häuser aus fünf Jahrhunderten mit ihren hochkarätigen Kunstsammlungen sind der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich. Dazu gehören in Potsdam u.a. das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, das Neue Palais und Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci sowie das Marmorpalais und Schloss Cecilienhof im Potsdamer Neuen Garten. In Berlin betreut die SPSG Schloss und Garten Charlottenburg, Jagdschloss Glienicke, Schloss Schönhausen und die Pfaueninsel. Hinzu kommen die märkischen Schlösser Rheinsberg, Königs Wusterhausen, Caputh und Paretz sowie das Schlossmuseum Oranienburg.

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