Handrick, Roland (1998) CC BY-NC-SA

Beschreibung

Als Brustbild ohne Hände sehr eng in den Bildausschnitt gesetzt, konzentriert sich das ovale Bildnis der Kurfürstin Dorothea von Brandenburg auf Gesicht und Oberkörper der Dargestellten. Vor einem undefinierten dunklen Hintergrund gab der Künstler sie mit dem Kurmantel und einem silberweißen Kleid wieder, das mit Perlen- und Steinschmuck sowie am Dekolleté mit eleganter Spitze verziert ist. Eine Perlenkette und Perlenohrringe ergänzen den Schmuck. Aus ihrem dunklen Haar, das in einer modischen Lockenfrisur à la hurluberlu gehalten ist, sind zwei lange Lockenstränge über ihre Schultern nach vorn geführt. Dorothea von Holstein-Glücksburg war seit 1653 in erster Ehe mit Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg (1622-1665) verheiratet. Drei Jahre nach dessen Tod heiratete sie im Sommer 1668 Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Dessen erste Ehefrau, Louise Henriette von Oranien-Nassau, war im Jahr zuvor verstorben. Das Gemälde wird dem niederländischen Maler Jacques Vaillant zugeschrieben. Er war seit 1672 als Hofmaler des Kurfürsten tätig und schuf sowohl großformatige Historien und Deckengemälde als auch Porträts der Kurfürstenfamilie. Das Bildnis der Kurfürstin befand sich vermutlich seit seiner Entstehungszeit in den kurbrandenburgisch-preußischen Sammlungen und wird heute im Schloss Caputh gezeigt. Dr. Alexandra Nina Bauer

ObjektartGemälde
Maßeohne Rahmen: Höhe, oval: 80.00 cm Breite: 64.50 cm
MaterialÖl auf Leinwand
InventarnummerGK I 1034
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:51
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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg CC BY-NC-SA

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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft bei Potsdam errichten. Der Gartengestalter Peter Joseph Lenné fasste im 19. Jahrhundert mehrere dieser Schloss- und Gartenensembles zu einer Kulturlandschaft zusammen, die 1990 in die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde. Die 1995 gegründete Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) pflegt diesen Reichtum brandenburgisch-preußischer Geschichte, betreut die Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen und macht sie auf vielfältige Weise der Öffentlichkeit zugänglich. Die SPSG ist ein Zusammenschluss der nach 1945 getrennten Schlösserverwaltungen in Potsdam und West-Berlin und knüpft an die bereits 1927 im Zuge der Vermögensauseinandersetzung mit dem Haus Hohenzollern gegründete preußische Schlösserverwaltung an. Derzeit verwaltet die SPSG über 150 historische Bauwerke sowie rund 800 Hektar Gartenanlagen. Über 30 Häuser aus fünf Jahrhunderten mit ihren hochkarätigen Kunstsammlungen sind der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich. Dazu gehören in Potsdam u.a. das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, das Neue Palais und Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci sowie das Marmorpalais und Schloss Cecilienhof im Potsdamer Neuen Garten. In Berlin betreut die SPSG Schloss und Garten Charlottenburg, Jagdschloss Glienicke, Schloss Schönhausen und die Pfaueninsel. Hinzu kommen die märkischen Schlösser Rheinsberg, Königs Wusterhausen, Caputh und Paretz sowie das Schlossmuseum Oranienburg.

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